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Aussteigen mit Kind – und was ist mit Schule?

Stephi32 comments5347 views
Was ist mit Schule

Und was ist mit Schule? Mit Kind auf Endlosreise

Aussteigen, Auszeit, Reisen mit Kind und was ist mit Schule? Solange plane ich diesen Beitrag schon und so oft ich ihn fast fertig hatte, so oft landete er auch wieder im Papierkorb. Warum mir dieses Thema so sehr am Herzen liegt und ich mich in keiner Aussage so sehr missverstanden fühle wie in der Bildungsfrage, möchte ich dir heute einmal erzählen. Lange habe ich überlegt worum es mir bei dem Thema Schule und Bildung eigentlich wirklich geht und welche Message ich damit verbreiten möchte. Mittlerweile gibt es so viele Beiträge, die einleuchtend und gar wissenschaftlich erklären warum unser heutiges Schulsystem nicht mehr förderlich für die gesellschaftliche Entwicklung und der persönlichen Entfaltung ist. Und ganz ehrlich? Jeder weiß es auch bei genauerem Hinsehen. Ich möchte mich aber in diesem Beitrag von den zig Studien und tollen Beiträgen distanzieren, am Ende verlinke ich dir ein paar weiterführende Posts zum Thema Schule und Bildung.

Auf und davon und was ist mit Schule?

Im Oktober 2015 haben wir alles hinter uns gelassen, haben ein System verlassen, was uns nicht mehr stand, um neue Wege zu gehen. Aber welche Wege wollen wir eigentlich gehen? Wie soll es weiter gehen? Und was ist mit Schule und Bildung? All das waren Fragen, die zwar irgendwo in meinem Kopf schwirrten aber so fern von allem, was mir als wichtiger erschien zu dem Zeitpunkt unseres Loslassens. Ich wusste, was wir nicht mehr wollten aber ganz ehrlich? Ich hatte keine Ahnung in welche Richtung unser Weg geht. Und da war sie nun, die beliebteste aller Fragen „Was ist mit Schule“. Nur ein „wow, wie cool, dass ihr diese Reise macht“ geht gewöhnlich der Bildungsfrage voraus.

Was ist mit Schule und warum eigentlich rechtfertigen?

Ich erinnere mich wie sich diese Frage immer mehr in meinem Kopf breit machte und ich begann Rechtfertigungsantworten auszulegen. Es sprudelte nur so aus mir raus und ich erklärte jedem, der es wissen wollte und manchmal auch denen, die nicht fragten warum mein Sohn nicht zur Schule geht. Und immer mehr begriff ich was dort eigentlich mit mir passierte. Ich entwickelte eine Art Strategie, um eventuelle Anfeindungen abzuwenden und damit begann ich nicht nur, unseren Lebensstil in Frage zu stellen sondern auch es anderen gleich zu machen, denen ich nicht folgen möchte. Und eh man sich versieht, ist man gedanklich wieder in einem System drin, welches man nicht mehr wollte.

Schule und Bildung auf Reisen

Ich möchte nur kurz darauf eingehen, dass es in Deutschland die Schulpflicht gibt. Die Idee dahinter ist toll, das dazugehörige System jedoch so alt, dass es fast keine Daseinsberechtigung mehr hat. Wer sich auf Reisen mal abseits von den Touristenpfaden bewegt, versteht sehr schnell welches Privileg die Schulbildung ist. Man sagt, eine gute Schulbildung öffnet alle Türen. Das stimmt auch meiner Ansicht nach. Aber anders als ich früher dachte und selbst so aufwuchs, steht das WIE mittlerweile viel mehr im Vordergrund. Immer wieder stelle ich mir die Frage, was wohl der beste Weg sei und wie ich es schaffe, Jannik alles beizubringen. Und während ich mich mit diesen Fragen beschäftige, lehrt mir Jannik etwas ganz anderes und das heißt Vertrauen. Denn er tut etwas ganz selbstverständlich jeden Tag genau wie ich und das ist Lernen. Er braucht dazu keinen Lehrer und kein Klassenraum, keine Bücher und keine Gruppendynamik. Sein Antrieb ist seine Neugierde, die Welt zu verstehen.

Wenn gesellschaftliche Normvorstellungen mit im Gepäck sind

Neben der Frage was ist mit Schule tauchen natürlich ganz viele Nebenfragen auf. Wie lernt er schreiben, was ist mit lesen und rechnen? Wer unterrichtet Jannik und wer entscheidet, ob sein Wissensstand ausreichend ist? Und schon beim Schreiben merke ich, wie sehr es mich wieder belastet. Eine Langzeit-Reisende meinte mal zu mir, tief in meinem Inneren wisse ich was richtig ist und dabei meinte sie, dass Jannik in die Schule gehört, zu Gleichaltrigen mit Strukturen und vielen Regeln, um sich später mal in der Gesellschaft zurecht zu finden. Noch heute denke ich über ihre Worte nach. Nicht weil ich sie für richtig halte sondern weil ich mich frage, wie weit man reisen muss, um gesellschaftliche Normvorstellungen abzulegen und zu hinterfragen?

Meine eigene Bildung und was sie aus mir gemacht hat

Ich habe früh gelernt, selbstständig zu sein und das nicht weil es mich jemand gelehrt hat sondern weil es eine Notwendigkeit war in meiner Kindheit. Ich war ein sogenanntes Schlüsselkind, meine Mutter hatte oft mehr als einen Job und ich war die ältere von zwei Mädels, die sich nicht selten bekriegten. Viele Dinge haben mir gestunken und doch haben sie mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Die Umstände haben dazu geführt, dass ich eine vorbildliche Schülerin war, immer fleißig und zielstrebig und vor allem lechzend nach positiver Bewertung, hier und da noch ein Zeugnisgeld haben das Bild dann abgerundet. In der 11. Klasse dann kam für mich die Wende und ich brach aus, schwänzte viele Unterrichtseinheiten und widmete mich anderen Fragen. In Folge brach ich die Schule ab und hatte keine Ahnung in welche Richtung es bei mir gehen sollte.

Und was ist mit Schule? Ich brach das Abitur ab

Lange habe ich diese Entscheidung bereut weil ich glaubte, dass nur ein gutes Abitur einen vollwertigen Menschen aus mir macht, der überall respektiert wird. Erst viele Jahre später begriff ich was für ein Blödsinn das ist und doch schleichen sich diese Wertvorstellungen noch heute in meinem Kopf. Sie sind da nicht, weil ich an sie glaube, sondern vielmehr weil ich sie gelernt habe, von klein auf an und sie mir auch heute immer noch in den neugierigen Fragen und Wertvorstellungen anderer gespiegelt werden. Und genau darum geht es mir in diesem Beitrag. Um die Freiheit auf ein selbst bestimmtes Leben ohne Wertvorstellungen von außen.

Wie sieht ein Freilerner Alltag bei uns aus?

Von außen betrachtet, könnte man meinen wir leben in den Tag hinein und haben jeden Tag Urlaub. Wir schlafen oft lang (was in Deutschland nie möglich war) und sind dafür oft lange wach. Wir treffen Freunde und haben Spaß. Aktuell sind wir in Malaysia und es ist nicht schwer hier am späten Abend noch Kinder anzutreffen weshalb auch ein Spielplatzbesuch um 21 Uhr keine Seltenheit ist. Wir essen und trinken wenn wir Hunger und Durst haben, arbeiten wenn wir Geld brauchen, geben Geld aus wenn wir es haben und leben sparsam wenn wir es nicht haben, gehen ins Museum, in die Natur, an den Strand oder an religiöse Stätten. Was hat das alles nun mit Schule zu tun? Eine berechtigte Frage. und noch vor zwei Jahren hätte ich wohl gesagt, da lebt jemand seinem Kind ein Lotterleben vor. Wenn du nun aber zwischen die Zeilen schaust, dann erkennst du den Unterricht des Lebens . Du erkennst Mathe-, Deutsch-, Geschichts-, Religions-, Englisch- und Sportunterricht.

Wie sieht ein Freilernerunterricht aus?

Jannik rechnet nicht mit Zahlen auf dem Papier, er rechnet mit Geld in verschiedensten Währungen. Er beschäftigt sich nicht mit Buchstaben aus Lernheften sondern auf Straßenschildern und kopiert sie lieber in Sand als auf Papier. Wir besuchen Schauplätze der Geschichte vor Ort und lassen uns durch kleine Geschichten der Einheimischen die Welt erklären. Die verschiedensten Religionen lehrt uns niemand, stattdessen leben wir sie teils mit und erfahren so, dass es nicht die EINE Religion gibt sondern viele nebeneinander und die alles als gleichwertig einzustufen sind. Die englische Sprache hat Jannik dabei nebenbei gelernt, er spricht es fließend und selbstbewusst und damit deutlich besser als ich es nach einigen Jahren Englischunterricht in der Schule tat weil mir stets die Praxis fehlte. Er balanciert auf Balken, klettert auf Bäume und Palmen, spielt Fangen und Ballspiele, schwimmt im Meer und in Flüsse und liebt es zu rennen, so dass ich mir um seine koordinativen Fähigkeiten null Gedanken mache. Er liebt es zu singen, tut es fast überall, spielt mit den Straßenmusikern auf seiner Ukulele und lernt ganz langsam auf seine eigene Art und Weise das Instrument kennen. Er lernt Flora und Fauna durch direkten Kontakt kennen, trifft Orang Utans, Warane und Salzwasserkrokodile in der Freiheit. Lernt die Gesetze der Natur kennen und auch zu deuten. Er stellt Fragen, massig viele Fragen und liebt es etwas handwerklich zu gestalten. Seine Vorstellungskraft ist gigantisch groß. Das alles ist freies Lernen.

Was ist mit Schule konkret in unserem Fall?

Ich muss gestehen, auch ich zweifle manchmal. Warum ist das so? Ganz einfach, ich komme aus dem System, in dem alles strukturiert ist, in dem es Lehrpläne und Entwicklungsstatistiken gibt, in dem jedes Kind eine Nummer ist, die von Geburt an mit entsprechenden Angaben gefüllt wird. Mich selbst davon zu lösen ist die wohl schwierigste Aufgabe. Kinder haben ein natürliches Bedürfnis zu lernen, welches meist dann verschwindet wenn sie es auf Knopfdruck sollen. Ich habe gelernt auf bestimmte Dinge so zu reagieren wie ich es selbst gelernt habe. Um mein Kind aber wirklich frei lernen zu lassen, muss ich selber auch von diesen Denkmustern loslassen. Warum ist es wichtig dass Jannik mit 6 Jahren das lesen lernt oder mit 8 die Schönschrift lernt? Ist es nicht vielmehr so, dass sich das Lernen an die jeweilige Umgebung richtet? Ich habe kürzlich eine interessante Erfahrung gemacht. Wir haben einen deutschen Jungen im gleichen Alter getroffen und während der Junge sich viel und gerne mit Buchstaben beschäftigte und bereits einiges schreiben konnte, hat Jannik ihm alles über giftige Tiere erzählt, über Skorpione und Schlangen und wie man sich verhalten sollte bevor man irgendwo einen Stein oder Stock hoch hebt. Betrachtet man nun die unterschiedlichen Umstände sind beide auf ihre Weise sehr gebildet. Beide besuchen eine Schule, die eine hat Wände und die andere nicht. Ich weiß nicht, ob Schule für Jannik ein Thema sein wird und wann aber auch hier lasse ich ihm sein eigenes Tempo und wenn er bereit ist, eine schulische Einrichtung zu besuchen, dann werden wir auch eine passende finden.

Unterschiedliche Anforderungen schaffen unterschiedliche Bewegungsräume

Was unterscheidet die beiden Jungs also mal abgesehen von dem, was sie lernen und was bedeutet das für die Bildung? Es ist die Bewertung. Während der andere Junge das Schreiben und Lesen lernt, weil es der Lehrplan der Schule so vorsieht und die Umgebung es voraussetzt, beschäftigt sich Jannik selbst bestimmt mit seinem Lehrstoff und die dazugehörigen Lehrer findet er überall in der Welt. Das kann der Mechaniker, der Straßenkünstler oder auch die Tierwelt sein. All das lernt er in seinem eigenen Tempo und auch wenn ich mich bei vielen Dingen frage, welchen Sinn er damit verfolgt, ich vertraue ihm. Vertraue auf sein natürliches und spielerisches Lernen und gebe ihm die Zeit, die er für alles braucht. Manchmal bedeutet diese Geduld für mich auch einen oder zwei Schritte zurück zu gehen und mich selbst in einer Situation neu zu definieren weil ich andere Verhaltensmuster als „richtig“ gelernt habe. Und so bedeutet das Freilernen auch für mich einen ganz neuen Lernprozess, indem ich mich selbst als Kind wieder finde. Mein Sohn ist in seinem Alter mindestens genauso selbstständig wie ich es war, aber es gibt einen entscheidenden Unterschied. Während ich es sein musste ohne es zu wollen, ist er es ganz aus freien Stücken und mit einer so großen Portion Selbstvertrauen, dass es für einen Erwachsenen ausreicht. Ich weiß schon jetzt, er wird seinen Weg gehen und seine Ziele nie aus den Augen verlieren. Und ganz nebenbei lehrt er mich, alte Denkweisen und Verhaltensmuster abzulegen, indem er mir sie ganz selbstbewusst vor Augen hält.

Wie sieht das Bild in der Gesellschaft von Freilernen aus und warum ist es so schwer?

Freies Lernen ist in Deutschland verboten und wird strafrechtlich verfolgt. Ich bin das erste Mal mit dem freien Lernen in Berührung gekommen als ich mit meinem einjährigen Sohn auf Couchsurfingtour in Amerika war und genau wie vielleicht du oder viele andere hatte ich ein Bild vor Augen, weshalb ich eine vorgefertigte Meinung hatte. Nicht selten las ich über Schulverweigerern und Bildungsstätten in Sekten und andere religiöse oder gesellschaftliche Hintergründe, die Grund für den Heimunterricht waren. Und was ich nach all den Jahren und vielen Kontakten zu Freilernen sagen kann, ist dass es sie gibt. All die Geschichten, die ich gelesen habe, sind wahr ABER tatsächlich nur zu maximal 5% in der Freilernerszene vertreten.

Was macht es also so schwer?

Oft sind Freilernen vielen Anfeindungen und Unverständnis ausgesetzt, weshalb sie wie auch ich anfangs oft ihr Argumentationsrepertoire komplett ausbreiten und das teils auch unnötig. Die Kluft wird dadurch oft sehr groß und die fehlende Akzeptanz auf beiden Seiten macht es nicht besser. Freilernen aber bedeutet Toleranz. Ich habe eine Idee und Wertvorstellungen in meinem Kopf, die ich meinem Kind gern mitgeben möchte aber diese kann ich ihn nicht reinklopfen denn dann könnte ich mein Kind auch in die Schule schicken und dem Lehrplan des Systems folgen lassen. Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder. Und auch wenn ich jetzt einigen damit auf den Schlips trete, erlaubt euren Kindern eigene Erfahrungen zu machen. Nicht alles, was sie tun, muss auch gut sein aber die Erfahrung daraus lässt sie wachsen.

Wenn der vermeintliche Schüler zum Lehrer wird

Manche Dinge sind gegen meine Wertvorstellungen und es macht mich teils auch richtig wütend wenn ich gewisse Verhaltensmuster bei Jannik beobachte aber auch hier bemühe ich mich immer wieder genau zu hinterfragen und auch mal einige Schritte zurück zu treten. Manchmal macht es eben nur mich wütend und für jemand anderen ist es völlig in Ordnung. Und so lerne ich mit 36 JAHREN, dass Wut völlig in Ordnung ist und auch ausgesprochen werden darf, dass Trödeln auch oft mit Liebe zum Detail verbunden ist, dass lautes Reden und Schreien oft nur ein Ausdruck von Euphorie ist und körperliche Auseinandersetzungen unter Kindern ein verzweifelter Versuch der Kommunikation ist. All das sind Dinge, die ich selbst nicht ausleben konnte und sie deshalb intuitiv versuche zu unterbinden. Und genau deshalb ist nicht nur Jannik ein Freilerner sondern auch ich. Nur geht es bei mir nicht primär darum, neues zu erlernen sondern altes abzulegen. Und was ist mit Schule? Genau genommen ist mein Sohn mir einen Schritt voraus und bringt dadurch die perfekten Qualitäten eines Lehrers mit.

Freunde auf Reisen finden

Die wohl allergrößte Hürde ist die der sozialen Kontakte und da gesteh ich noch kein Optimum gefunden zu haben. Generall kann Jannik sehr schnell Kontakte knüpfen. Wir reisen extrem langsam und das ermöglicht ihn auch Freundschaften aufzubauen, die total unterschiedlich und nicht ausschließlich zu anderen Kindern sein können. Wir bleiben mit den allermeisten in Kontakt und kehren auch mal an Orte zurück, um seine Freunde wieder zu sehen. Gemeinsame Reisen mit anderen Familien wären zwar wünschenswert aber oft aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar. Die größte Hürde ist diesbezüglich für uns vor allem die Art und Weise des Reisens. Manchmal sind es aber auch grundsätzlich verschiedene Ansichten oder Ideen vom Reisen, die ein gemeinsames Reisen erschweren. Und so gibt es bei der Frage was ist mit Schule in jedem Fall einen Punkt für die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen.

Mein Fazit zum Thema was ist mit Schule?

Niemand weiß am Ende was der richtige Weg ist weil wir immer das tun sollten was sich richtig anfühlt. Um einen Vergleich zu haben, bräuchten wir die Möglichkeit ein paralleles Leben zu leben aber wollen wir das wirklich? Ich folge meinem Herzen und habe Vertrauen in meine Entscheidungen, beziehe mein Kind demokratisch in diese Entscheidungen mit ein und was die Zukunft für ihn und mich bringt, weiß ich nicht aber der Moment fühlt sich soooo richtig an.

 

Hier kommt jetzt noch einmal die geballte Ladung Links zu Frage was ist mit Schule

DVD’s und Lesestoff zum Thema freies Lernen

  • *Andre Stern ist einer der bekanntesten Verfechter und praktiziert das freie Lernen nun schon in der zweiten Generation.
  • Gerald Hüther ist Hirnforscher und ich liebe seine Beiträge. In einem seiner bekanntesten *Bücher erklärt er warum jedes Kind hoch begabt ist.
  • Der Film *Alphabet klärt für mich viel zur Frage was ist mit Schule.
  • Freilernerfamilien stellen sich vor in diesem *Buch
  • Auf family4travel kannst du erfahren wie Lena mit zwei schulpflichtigen Kindern ein Jahr Europa bereiste

Hier findest du weitere Seiten zum Thema was ist mit Schule

Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

32 Comments

  1. Ganz toll!!! Ich habe keinen Zweifel, dass du das richtige tust und dein Kind ein toller Mensch ist und ein toller Erwachsener wird. Erfolgreich!! – Wie auch immer ER Erfolg definieren mag…

  2. Ich finde den Weg nicht schlecht, bin aber auch der Meinung dass die Mischung es machen sollte. Freileben ist sicherlich toll, das Wissen über Giftschlangen, Religionen etc. bringt etwas auf Reisen und prägt Einstellungen, fördert Sozialisation. Aber er braucht Rüstzeug um überall bestehen zu können. Grundkenntnisse des Lesens und Schreibens (egal in welcher Sprache) sind meines Ermessens nach zwingend erforderlich. Jannik muss lernen dass es Grenzen gibt und das Leben nicht nur von „ich lebe in den Tag hinein und mache was ich will“ besteht. Diese Art des Lebens und Reisens funktioniert nur solange die Sonne scheint und ist zeitlich befristet. Und genau da sehe ich das Problem. Und dich in der Verantwortung. Es ist schön ein freies Kind zu haben, was tut was es möchte, aber das Leben d besteht aus Grenzen und auch das gehört zum Reifen und Aufwachsem dazu. Du hast dich für dieses Leben entschieden, nicht Jannik!

    Ich hoffe dass du den goldenen Mittelweg finden wirst, es ist nicht alles nur Schwarz und Weiß!

    1. Liebe Angie,
      ich schätze deine Kritik sehr und verstehe deine Gedanken zu dem Thema. Prinzipiell sehe ich es ähnlich wie du. ich halte die Basics wie schreiben, lesen und rechnen auch als sehr wichtig aber ich habe auch Vertrauen, dass alles zur rechten Zeit kommt. Meine Verantwortung sehe ich in erster Linie darin, mein Kind so zu akzeptieren wie es ist, seine Grundbedürfnisse zu stillen und darüber hinaus ihn in seinem Weg zu begleiten und zu unterstützen wo ich es kann, für ihn da zu sein wenn es ihm schlecht geht und ihn nach einem Fall zum Aufstehen zu ermutigen. Anfangs habe ich gedacht, ich muss diesen Lehrplan auch einhalten müssen mit ihm, damit ihm alles offen steht aber dann habe ich erkannt, dass es nicht nötig ist weil er es genauso lernen wird wie das laufen, springen und sprechen und zwar genau dann wenn er bereit dazu ist. Ich habe keine Ahnung wann der Zeitpunkt dafür kommt aber wenn er da ist, bin ich für ihn da und unterstütze ihn wenn es nötig ist. Sollte es für ihn auf eine Schule gehen, wird es im Übrigen eine demokratische/freie Schule werden, die ähnliche Vorstellungen vom freien Lernen hat wie ich.
      ganz liebe Grüße aus Malaysia

    2. Abgrenzung bedeutet auch andere Meinungen stehen lassen zu können und Grenzen sind nicht nur die Dinge, die du gerade im Kopf hast!
      Und wer sagt dir, welchen Weg er nehmen wird?
      In den meisten Ländern der Erde läuft es genauso wie er es gerade kennenlernt.
      Wer sagt dir, dass er in Deutschland leben möchte?
      Ich bin mit dem deutschen Schulsystem aufgewachsen, war aufgrund der familiären Situation und einer leichten autistischen Störung viel in meiner eigenen Welt, alleine in der Natur und mit Tieren unterwegs.
      Ich bin nun aus Deutschland fort, weil ich das Gefühl der sozialen Enge und der Überwachung nicht ertragen konnte.
      Ich wollte mich freifühlen können.
      Ich bin nicht mutig genug um die Welt zu reisen, aber zumindest ein Heim in einem der Nachbarländer, wo man noch unkommentiert Atmen darf.
      Du sitzt dem Fehler auf, seine Erfahrungen und seine Erkenntnisse auf das DIR bekannte Leben anzuwenden.
      Du würdest wahrscheinlich nicht die Voraussetzungen erfüllen, um in einem der Länder, wo er gerade das Leben kennenlernt, auch nur eine Woche ohne mitgebrachte Annehmlichkeiten, vor allem also Geld, durchzustehen.
      Der Blickwinkel ist halt ein ganz anderer.

      Für mich sind zwei Dinge sehr prägnant:
      1. Er sieht glücklich aus!
      2. Er sieht gesund aus!

      Und ist das nicht, was wir uns immer für uns selbst und unsere Lieben wünschen?!?

      1. Liebe Anne….ich danke dir sehr für dein so wertvolles Feedback. Und ja du hast total recht dass mein wohl grösstes Problem wohl das Stehenlassen anderer Meinungen ist und vor allem auch eine gewisse Gleichgültigkeit darüber zu haben. Um die Zukunft meines Sohnes mache ich mir tatsächlich wenig Gedanken weil ich mir ganz sicher bin dass er seinen Weg gehen wird. Und du hast auch recht damit dass ich niemals weiß wo sein Lebensmittelpunkt einmal sein wird. Ganz liebe Grüße aus Malaysia

  3. Liebe Stephi,
    Selten hab ich so einen wundervollen, authentischen Artikel gelesen. Ich finde es wunderschön, dass du es so auf den Punkt bringst, dass wir Begleiter unserer FreilernerKinder eigentlich viel mehr lernen müssen, als die Kinder selbst. Was für sie selbstverständlich ist, sträubt sich oft in uns und gerade diese alten Denkmuster sind es, die mir so oft im Weg stehen. Manchmal zweifle ich aufgrund derer ganz furchtbar an mir und meinem neu eingeschlagenen Weg. Schön zu lesen, dass es auch anderen Müttern so geht. Vielleicht treffen wir uns mal auf Reisen, wobei wir Asien gerade verlassen haben und wieder in Europa unterwegs sind. Schon lange lese ich bei dir mit, ich wünsche euch alles Liebe!

    1. Liebe Kerstin,
      aus vielen Gesprächen kann ich dir sagen, dass es sehr vielen so geht. Oft wird nicht drüber gesprochen weil es Zweifel hoch holt aber ich glaube dass es ganz wichtig ist, diese Zweifel zu hinterfragen und zu beleuchten woher sie eigentlich kommen. Wenn du dich austauschen magst, schreib mir gern. manchmal tut es gut, mit Gleichgesinnten zu quatschen und ehrliche Meinungen einzuholen. Wir sind alles Menschen und was richtig oder falsch ist, erfahren wir oft erst am Ende. Wir haben nicht die Möglichkeit ein paralleles Leben zu führen also hilft nur das Bauchgefühl. Das aber wieder hervor zu holen, ist ein langer Weg wenn die Gedanken mit Normen und Wertvorstellungen der Gesellschaft gespickt sind.
      Alles Liebe auch für dich und auf eurem Weg. ich würde mich freuen wenn sich unsere Wege mal kreuzen.

  4. Was für ein Beitrag ganz klasse damit sind vielleicht die vielen Fragen zum Thema Schule beantwortet .Das Video sehr schön man bekommt direkt Gänsehaut nicht nur weil mein Enkelkind ist sonder weil man sieht was er lernt auf seinen Weg.Ich als Mutter hatte oft dir die Frage gestellt was ist mit Schule heute nach solange Zeit weiß ich das Jannik verdammt auf den richtigen Weg ist.Die Links die unten aufgeführten sind sind sehr hilfreich.Du machst alles richtig

    1. Vielen Dank. Ich weiß deinen Kommentar sehr zu schätzen. ich weiß dass immer alles zur rechten Zeit geschieht und für Jannik gibt es für alles den richtigen Zeitpunkt. Manche kommen früher und manche später. Ganz liebe Grüße nach Hamburg

  5. Meine lieben,

    Worte können kaum beschreiben, wie sehr mich dein Text, aber vor allem das Video, berührt hat ❤
    Bis vor kurzem hatte auch ich Zweifel, dass was das Lernen angeht, aber spätestens jetzt, bin ich sowas von überzeugt, dass du alles aber auch wirklich alles richtig gemacht hast und machen wirst!
    Bitte macht so weiter!!!!
    Ich wünsche euch nur das Beste! !! Seid glücklich und frei, wo immer ihr auch auf dieser großen weiten Welt seid. Ich liebe euch vom ganzen Herzen! !! ❤
    PS. : Jetzt möchte ich noch ne runde in ruhe weinen!

    1. LIEBE DANIELA, MIR GEHT ES GENAU SO! Alle Stunden, die meine und viele viele andere Kinder in der Schule teilweise nutzlos und jeglicher Freude beraubend verbringen mussten und noch müssen kann ich jetzt nur noch abweinen. Aber gleichzeitig frage ich mich:“ Was kann ich tun? Wie kann ich diesen Kindern helfen, die diese wunderbare Möglichkeit nicht haben? Sollte ich eine Freie Schule gründen? Allein, mir fehlt der Mut.

  6. Toller Beitrag! Ich habe mit grosser Freude darauf gewartet!
    Ihr macht das richtig und toll! Er sieht glücklich aus und er wirkt sehr sozial, neugierig und willig Neues zu lernen und auszuprobieren! Genau so muss es sein, Lernen vom Herzen und mit Freude! Und du wirkst auch entspannt….das wäre anders Wenn du zwischen Schule, Arbeit, Musikschule….etc. rennen müsstest!
    Ja und das Bild von Jannik mit den verschleierten Damen finde ich toll! In der Systemlandschaft hätte er wahrscheinlich gelernt, es sind alle T….und er wäre weggerannt
    Liebe Grüsse und salam!

  7. Schön geschrieben 😀 – das mit den Freunden kenne ich zu gut! Für uns steht deswegen fest jetzt wieder irgendwo eine Base zu suchen mit anderen Familien und von dort aus zu reisen.
    Die großen Kinder haben inzwischen aufgehört Kontakte zu knüpfen, weil die Freunde eh nur für kurze Zeit da sind :-(. Das fand ich total bitter irgendwie. Außerdem möchte unsere Große mit 11 langsam flügge werdne, da sehe ich auf Reisen auch noch keinen Raum dafür.
    Ich glaube das beides kombiniert super wertvoll ist – Flügel und Wurzeln 😉

    Viel Spaß euch noch 😀

    1. Liebe Kristina,
      Ja genau das mit den Freunden ist immer wieder eine spezielle Sache. Momentan klappt es ganz gut, langsam zu reisen und immer wieder u-turns einzubauen aber ich bin mir dessen bewusst, dass es zu einem späteren Zeitpunkt auch mal anders sein wird. Ich behalte das seh kritisch im Auge und geniesse bis dahin das Reisen. Uch denke, es gibt auch dafür verschiedene Lösungswege.

  8. hallo,
    ich bin durch den post auf euch aufmerksam geworden. Es klingt sehr schön, was du schreibst. Geh deinen Weg weiter und hör auf dein Bauchgefühl. Jeder hat nunmal zu irgendwas eine Meinung und vor allem wir Deutschen sind Weltmeister darin, anderen zu erzählen, wie man etwas besser machen kann und was man nicht tun sollte… Am ende sitzen die meisten doch recht unzufrieden zu hause in genau dem Lebensweg fest, den sie dann so verteidigen… Schule ist für diejenigen das richtige, die keine bessere idee finden konnten, ist wie mit religion und anderen Dingen. Du hast dich aber „bewusst“ für einen anderen Weg entschieden und das hast du nunmal allen Besserwissern voraus. Wir sollten vielmehr von Heimlernern lernen als umgekehrt. Wie du schon sagst, wir können nunmal nicht parallel leben und am „ende“ vergleichen…

    Wir sind seit 2013 raus aus dem Hamsterrad, welches auch ein Hamsterrad für den Geist ist. Wir würden, wenn wir mal kinder haben, auf jeden Fall das Schulsystem umgehen. Aber wir und du haben uns nunmal damit beschäftigt und uns die freiheit geschaffen, ja oder nein zu sagen. die meisten menschen, die dir dazu raten, dein kind unbedingt in eine Schule zu „stecken“ kennen nunmal auch nichts anderes, haben dieses entscheidungsfreiheit nicht und das ist auch nicht schlimm. aber dieses ganze Gequatsche von strukturiertem Umfeld, soziale Kontakte usw. das plappern wir doch auch nur – wie auswendig gelernt – anderen nach…
    Bilde dir deine eigene Meinung, dann werden die Leute dich nach Rat fragen. Du gibst deinem Jannik ein riesiges Geschenk mit in sein Leben. Super,dass du dich getraut hast. Vielleicht können wir uns ja mal on the road treffen und uns austauschen. (Wir sind trip-of-life.com)

    Alles gute und: gut gemacht 🙂

    1. Hallo Rico,
      Vielen lieben Dank für dein wichtiges und sehr ehrliches Feedback. Ich hatte neulich mal was von euch gelesen. Wo seid ihr grad? Ich finde es immer sehr spannend auf andere Reisende/Aussteiger zu treffen. Ganz liebe Gruesse aus Malaysia

  9. Hallo Steffi und Jannik,
    es war voll nett Euch heute in Melaka begegnet zu sein. Ich wünsch Euch noch viel Spass auf der Reise und Jannik eine tolle Musikerkarriere oder was auch immer er bereit sein wird aus seinem Leben zu machen.
    Lg
    Thomas aus Wien

    1. Hallo Thomas,
      vielen Dank, dass du uns hier einen Kommentar hibterlassen hast. Jannik hatte noch gesagt wie nett er dich fand, da warst du schon weg aber vermutlich hast du es eh gewusst 😉 ich danke dir für das nette Gespräch und wünsche dir auch noch viel Spass auf deinen künftigen Reisen.
      Liebe Grüsse Steffi und Jannik

  10. Hallo Ihr zwei, schöne Gedanken und ein super Video. Dank das du uns an euerm Leben teilhaben lässt.
    Die Angst die viele davon abhält unser Deutsches Schulsystem zu hinterfragen, ist oft die Angst zu versagen. Wie du selbst schreibst, raten dir andere, sie Empfehlen und meinen es aus ihrer Sicht gut.
    Liebe Kritiker, Jannik lernt doch lesen, er lernt rechnen, er lernt Sprachen! Er lernt nach dem Lernplant wie er mit seiner Mutter lebt. Was hat uns unser Lernplan in Deutschland gebracht? Wir können auch lesen, rechnen, schreiben, Sprache. Hat es uns Frieden, Wohlstand, Ausgeglichenheit gebracht? Viele werden sagen „Ja“. Aber schauen wir uns doch um….. Wie viele Kinder und Jugendliche sind jetzt heute schon total unzufrieden! Wie viele Erwachsenen sind total desillusioniert!
    Jannik lernt Toleranz, Empathie, Liebe, Freude und so vieles Mehr. Dinge die uns hier heute fehlen.
    Alles gute euch zwei <3

    1. Liebe Tina,
      Ich danke dir für dieses herzliche Feedback und ich war ganz schön gerührt. Ich habe mich in deinem Koentar soop sehr verstanden gefühlt und bin sehr dankbar dafür, dass es dich genauso erreocht hat wie ich es ausdrücken wollte.
      Ganz liebe Gruesse aus Malaysia

  11. Das ist ja nun schön und gut. Schulen scheinen ja anscheinend unnötig zu sein, wenn Kinder auch so alles lernen.Nur wenn das so ist, dann frag ich mich, wieso es in Länder, wo die Schulbildung fast nicht vorhanden ist, keine nennenswerte Weiterentwicklung gibt und so Menschen leiden, weil ihnen einfach Wissen fehlt.

    Es mag für euch jetzt grad passen, es mag sein, dass in unseren Schulen nicht alles gut ist, aber grundsätzlich ist Schule sinnvoll. Und ich stimme auch mit einem Vorredner überein, auch Jannik muss Grenzen lernen, sonst wird er es irgendwann schwer im Leben haben, wenn er an eine stösst. Und das wird er, die Frage ist, ob du ihn genug darauf vorbereiten wirst. Ich wünsche es ihm.

    Viel Glück weiterhin, Nina

  12. Hallo Nina, du klingt sehr vorwurfsvoll.
    EST gibt immer mehr Kinder die ohne direkt in eine Schule gegangen sind, einen guten Schulabschluss gemacht haben. Z.B. http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/abitur-ohne-schule-die-reicherts-widersetzen-sich-der-schulpflicht-a-1018205.
    http://www.5reicherts.com/ueber-uns/
    Oder: Andre Stern http://www.andrestern.com/de/startseite.html
    Oder: Verdummt noch mal! Dumbing us down: Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in der Schule wirklich lernen
    Informiere dich einfach, vielleicht kannst du dann Menschen besser verstehen die eine alternative zu unserem strikten Schulsystem suchen oder schon gefunden haben

  13. Hallo, ihr macht es genau richtig. Ich habe vier Kinder, drei davon schon erwachsen und eine Nachzüglerin.Die großen sind in ganz normale Schulen gegangen, die Jüngste nur für ein Jahr, da wir ab Herbst selber auf Weltreise gehen werden.Was die Schule aus Kindern macht, habe ich deshalb mehrfach erleben müssen und es ist erschreckend. Binnen weniger Wochen sitzen schon die kleinen Erstklässler weinend über den Aufgaben, und dann muss noch Ansage geübt werde, lesen etc, etc. Man kann richtig zusehen, wie die Freude und Motivation binnen weniger Wochen schwindet, und sie die Lust am Lernen verlieren. Leider war ich damals als meine großen Kids in der Schule waren, noch nicht so weit, sie einfach rauszunehmen, da ich selber sehr leistungsorientiert erzogen wurde, und ich diese Idee einfach nicht in meinem Repertoire hatte.Ich kann nur sagen, dass in der Schule so eine Abneigung gegen das Lernen erzeugt wird, eine Abstumpfung aufgrund der ständigen ( häufig negativen) Bewertungen ihrer Person, die sich nur ertragen lässt, wenn man sich ein Stück weit von sich selbst und seinem Bauchgefühl entfernt. Da ich selbst vor einiger Zeit mit einem Studium begonnen habe, sehe ich, wie es vielen jungen Erwachsenen auf den Unis geht, die wissen einfach nicht mehr, was sie interessiert.Viele machen das eine oder andere Studium weil es die Eltern vorschlagen, die Freunde auch machen, etc.Und das liegt aus meiner Sicht am völlig veralteten Schulsystem, welches nach der Matura Jugendliche „ausspuckt“ , die nicht mehr wissen wo ihre Interessen liegen, was ihre Talente und Fähigkeiten sind(die meisten von ihnen glauben, sie haben keine Talente), und mit großer Abneigung noch etwas zu lernen.Ich bin nicht prinzipiell gegen Schule, Bildung ist für mich sehr wichtig, es gibt immer mehr alternative Bildungseinrichtungen, wo die Kinder nicht den Draht zu sich selbst abschneiden müssen, um das auszuhalten, und nach unserer zweijährigen Weltreise werde ich hoffentlich etwas geeignetes für meine Tochter finden.Ich finde es toll was ihr macht( und wie ihr es macht), in diesem Sinne alles,alles Gute für eure Zukunft glg Nicole

  14. Ein sehr schöner Artikel. Als ich gestern auf deinen Blog gestoßen bin war das ehrlich gesagt eine meiner ersten Fragen. Und das obwohl ich selbst nur schlechte Erfahrungen mit unserem System hatte. Heute habe ich meinen erweiterten Realschulabschluss, jedoch war ich auf dem Gymnasium und bin von der Hauptschule ohne Abschluss abgegangen. Nachdem ich Jahrelang erfolglos versucht habe einen Beruf zu finden an dem ich auch Spaß habe und nicht nur wegen des Geldes arbeite, habe ich mich nun auch entschlossen dem System meinen Rücken zu kehren und meinen eigenen Weg zu gehen. Seit dem ich so denke geht es mit persönlich körperlich, sowie psychisch einfach besser. Ich finde deine Geschichte toll und es gibt einem Kraft. Es ist ein schwieriges Thema mit einem Kind und ich glaube das es schwierig ist, gerade was das soziale angeht. Ich persönlich glaube aber das dein Junge ein toller Mensch wird und das ist das wichtigste, du wirst ihm die richtigen Werte mit auf den Weg geben.

    1. Hey Felix,
      Ich finde es toll, einen kleinen Einblick in deine Geschichte zu bekommen. Danke dir sehr für deine persönlichen Worte. Ich weiss noch nicht wie unser Weg weiter geht. Mein Sohn soll frei entscheiden duerfen was er moechte. Aktuell ist es eben spielen und das moechte ich ihm nicht verwehren. Was mal in ein, drei oder vier Jahren ist, kann und will ich jetzt nicht entscheiden. Ich glaube es ist wichtig, seinem Herzen zu folgen.

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