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Warum ich ausgestiegen bin

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Warum ich ausgestiegen bin

Warum ich dem System nicht mehr dienen wollte

Seit sechs Monaten bin ich jetzt allein mit Kind unterwegs auf einer Reise ins Ungewisse. Ich habe mich bewusst für einen Ausstieg und gegen das System entschieden. Warum ich ausgestiegen bin? Ich hatte gute Gründe dafür und auch welche, die dagegen sprachen. Aber heute, mehrere Monate nachdem wir gestartet sind, bereue ich keinen einzigen Moment und gestehe, zurück kommen, wird mir schwer fallen. Meine Entscheidung war schon lange getroffen eh ich sie ausgesprochen habe. Dabei gibt es einige Dinge, über die ich nie gesprochen habe. Dinge, die meine Entscheidungen um ein vielfaches beeinflusst haben. Ausstieg bedeutet für mich am Ende auch aus gewohnten Strukturen zu schlüpfen und neue Wege zu gehen, die anders sind, die dich neu definieren.

Warum ich ausgestiegen bin in eine Reise ins Ungewisse

Eine Reise ins Ungewisse? Ist es das wirklich? Eine sehr schwierige Frage, denn in meinen Augen ist es viel mehr eine Reise ins Vertrauen. Am Ende ist es ja wie mit dem Glas, das halb leer oder halb voll ist. Ich habe in Deutschland alles aufgeben. Bekloppt, sagten vielen, denn ich hatte einen sicheren Job, der mich nicht nur ernährt hat, sondern mir auch noch Spaß gemacht hat und das 15 Jahre lang. Ich hatte eine Wohnung, Familie und Freunde und nicht mehr weg zu denken, meine kleinen Sohn Jannik, den ich nie mehr von meiner Seite missen möchte.  Aber am Ende fehlte mir immer eines, ZEIT. Und mir wurde ein entscheidender Faktor klar, SO KANN ES NICHT WEITER GEHEN! Ich möchte am Ende keinen Ausstieg als allgemeine Lösung propagieren aber für mich war es der richtige Weg. Das Leben in Deutschland war für mich wie in einem kleinen Käfig zu leben. Für alles gibt es Regeln, Vorschriften und Verordnungen. Das ist gut so, denn das sind die Säulen eines funktionierenden  Systems aber eben genau das System, dem ich nicht mehr dienen wollte.

Mein Leben als Hamster

Das sogenannte Hamsterrad, von dem viele reden, hatte mich gefangen. Arbeit, Versicherungen, Kredite und Konsum haben ihre Spuren hinterlassen und mich fleißig weiter laufen lassen. Und als ich in den Spiegel schaute, sah ich nur diesen alten Hamster, der durstig und hungrig war und sich nach viel mehr Licht sehnte und der nicht zulassen wollte, dass der kleine Hamster im selbigen Rad laufen wird. Nein, er sollte auf anderen Wegen laufen, nicht im Kreis und im Käfig. Ich wünschte mir, dass wir auf freien Wegen laufen könnten, der Wind uns um die Nasen bläst, wir auch mal Schutz vor Regen oder gar Gewitter suchen müssen, dass es keine vorgefertigten Wege gibt, die wir laufen. Und am allerwichtigsten für mich war, dass der alte Hamster endlich Zeit für den kleinen Hamster hat.

Was mir mein Hamster gelehrt hat

Als ich ein Kind war, hatte ich einen Hamster in einen ziemlich großen Käfig aber auch dieser war nicht glücklich, denn er plante jeden Tag seine Flucht. Ich erinnere mich sehr gut wie er eines Tages als ich zur Klassenfahrt wollte und meine Abholung quasi schon ver der Tür stand, aus dem Käfig entkommen ist. Er hatte sich hinter meinem Kleiderschrank versteckt weil es für ihn der sicherste Ort war. Ich wusste, er wird sterben wenn ich ihn dort lasse. Also rettete ich ihn und packte ihn zurück in den Käfig. Noch heute frage ich mich, ob er in Freiheit überlebt hätte. Intuitiv hätte er vermutlich gewusst wie er sich schützen kann aber seine Instinkte waren verkümmert und so wäre er vermutlich gestorben. Was ich damit sagen will? Ich will nicht mehr nur in einem vorgefertigten Rahmen denken und vor allem will ich nicht, dass Jannik es lernt. Wir wollen groß denken, frei und grenzenlos. Wir wollen keine eingesperrten Hamster mehr sein, die auf ihre tägliche Essensration warten und dazwischen weiter laufen. Vielleicht entscheiden wir aber auch nach unserem Ausbruch, dass das Leben im vermeintlichen Käfig besser ist. Mir hat mal jemand gesat, nur wer sich die Zeit nimmt, mit sich selbst zu beschäftigen, wird auch wieder lernen, sein Bauchgefühl zu nutzen. Kinder machen das ganz automatisch. Je älter sie werden, desto mehr verlernen sie es. Gewiss nicht alle aber die allermeisten.

Den Anfang wagen

So entschied ich mich gegen das deutsche System aus Sicherheit mit Futterrationen, Netz und doppelten Boden, kündigte Job und Wohnung und verkaufte und verschenkte alle unsere Sachen. Zweifel waren viele, sie waren quasi ein ständiger Begleiter in meinem Prozess des Loslassens. Es wäre auch schlimm, hätte mein Leben, so wie es war, mir nichts bedeutet. Aber es sollte eine entscheidende Wende geben. Ich wollte eine entscheidende Richtung einschlagen, die mich entschleunigt und zwar nicht nur für einige Wochen sondern für deutlich länger. Ich wollte mich selbst in eine Situation bringen, die mich auf natürliche Art und Weise in einen Prozess bringt, indem ich kreativ sein kann, indem ich etwas tun muss, um weiter zu kommen, eigenverantwortlich und mit vollem Glauben daran. Ich wollte den Anfang wagen. Warum ich ausgestiegen bin und meinem Kind die Struktur genommen habe? Habe ich sie ihm wirklich genommen oder biete ich ihm einfach nur andere Alternativen von Struktur? Wir gehen meistens zur gleichen Zeit ins Bett und stehen meistens zur gleichen Zeit auf, wir essen jeden Tag und trinken jeden Tag, wir genießen fast jeden Tag, wir entdecken die Welt jeden Tag mit Begeisterung und wir lieben uns.

Wieviel Geld braucht ein solcher Traum eigentlich?

Wenn du denkst, ich habe Unmengen an Ersparnissen, dann täuscht du dich. Ich habe nie drüber gesprochen, mit wie wenig ich tatsächlich los bin. Denn das hätte nur noch mehr Kritik an meinem Vorhaben bedeutet. Nun bin ich aber an einen Punkt angekommen, wo ich drüber reden mag, weil ich die nötige Distanz habe. Ich bin mit 1800 Euro auf unsere Reise gestartet, eine spätere Ausschüttung von 1100 Euro kam noch hinzu, Ende letzten Jahres kam noch eine Spende einer Bloggerkollegin, die für uns eine Gofundme Seite eingerichtet hatte, von 400 Euro und jetzt, sechs Monate später, sind noch etwa 800 Euro auf meinem Konto. Mit dem Geld bin ich gereist, geflogen und habe gelebt. Mit der gleichen Menge an Geld hätte ich es in Deutschland vielleicht zwei Monate geschafft, beachte man alle Ausgaben. Wir verzichten auf viele Standards, weil sie keine Wertigkeit für uns haben. Wozu den guten Bungalow, wenn wir auch in unserem Zelt schlafen können? Jetzt gerate ich langsam an einen Punkt, wo die Luft dünner wird und das ist gut so, weil dann die Kreativität und Notwendigkeit, etwas zu tun größer wird. Für den Fall der Fälle gibt es einen Notgroschen auf einem anderen Konto, der mir ein Rückflugticket garantiert aber aktuell bedrückt mich das Gefühl einer möglichen Rückkehr. Ich lebe grad im Hier und Jetzt und beginne mir etwas aufzubauen, das meine Träume trägt. Ich mache etwas, was ich liebe. Ich schreibe und lebe.

Warum ich ausgestiegen bin und mein Kind mitgenommen habe

Zu guter Letzt möchte ich mich noch einem Vorwurf stellen, dem ich oft ausgesetzt bin. Es gibt diesen einen Satz, den ich häufig höre. Dein Kind wird von dir gesteuert und kann nicht selbst entscheiden, was es will. Das verneine ich ganz klar. Denn, wer mich kennt weiß, dass ich mich stets und ständig selbst reflektiere, dass ich jeden Abend im Bett liege und mich frage, ob es das ist, was ich und vor allem auch Jannik will. Seit etwa sechs Wochen sind wir auf Koh Phayam, einer kleinen idyllischen Insel und wenn es nach mir ginge, wären wir vermutlich schon weiter gereist aber es geht eben nicht immer nach mir, denn Jannik hat Mitspracherecht und es gefällt ihm hier so sehr, er hat Freunde gefunden, die ihm sehr wichtig sind, dass er sich wünschte, für immer zu bleiben. Stattdessen habe ich ihm angeboten bis zur Regenzeit zu bleiben weil es dann auch keine Kinder mehr für ihn hier gibt. Ich sehe jeden Tag ein glückliches Kind und wäre es nicht so, würde ich zurück nach Deutschland gehen, sicher nicht nach dem ersten Heimweh. Jede Mutter kennt ihr Kind und weiß, wann es nicht mehr passt. Ich lebe demnach also keinen egoistischen Traum, dem sich mein Kind beugen muss, vielmehr schaffe ich uns einen deutlich größeren Raum und Bewegungsradius, indem uns der Wind um die Nase bläst und wir auch mal in den Regen geraten. Das sind am Ende genug Gründe für mich, warum ich ausgestiegen bin und mein Kind mitgenommen habe.

Wie soll es jetzt weiter gehen?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Ich liebe den Moment, den wir jetzt haben aber ich merke auch den Prozess der Veränderung, das Geld wird knapp und ich wünsche mir, dass meine Projekte, die grad im Hintergrund laufen, auch ihre Früchte tragen. Wenn dir mein Traum gefällt und du mehr darüber wissen möchtest, wie ich den Anfang geschafft habe und wie wir mit wenig Geld reisen, dann hinterlasse mir einen Kommentar oder schreib mich persönlich an. Stephanie@freileben.net. Gerne kannst du auch diesen oder weitere Beiträge teilen. Jeder Traum wird von vielen kleinen Schritten getragen.

Vielleicht magst du unsere Reise und unser Lebensmodell auch mit einem Euro unterstützen und trägst damit dazu bei, dass ich noch viele weitere Beiträge dazuschreiben kann, wie es uns ergeht und was in mir vorgeht wenn sich die Welt weiter dreht während ich stehen bleibe.





Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

55 Comments

  1. Meine liebe Freundin in der Ferne, wenn ich deine Zeilen lese, weiß ich dass du genau das richtige tust. Ich kam aus Thailand zurück und wollte einen Blogbeitrag für deine Seite schreiben und weißt du was? Ich komme nicht dazu, weil ich mich hier um mein Kind kümmere und nebenbei quasi Tag und Nacht arbeite. In 3 Wochen geht es für ein Monat nach Myanmar. Ich und meine Tochter, ganz alleine. Und ich freue mich darauf, mich wieder voll und ganz auf mich und meine Tochter einlassen zu können.
    Und by the way, ich hab 8 Wochen gebraucht um wieder zuhause in unserem System anzukommen, es war nicht lustig und ich verstehe dich, wenn du bedenken hast, dass es wohl nicht einfach werden wird zurückzukommen.
    Ich hoffe, wir sehen uns bald am anderen Ende der Welt, alles Gute bis dahin…

    1. Liebe Ziva,
      dass du acht Wochen gebraucht hast, um wieder anzukommen, kann ich sehr gut verstehen. Ich kriege oft zu hören, ist doch klar, du warst/machst ja Urlaub aber ich sehe mich längst nicht mehr als Urlauber und oft erstaunen die Leute, wenn ich ihnen nicht zur Schnorcheltour oder Rundfahrt folge. Die meisten verstehen nicht, dass ich eben nicht das Touriprogramm mache, weil ich eben nichtden Jahresurlaub mache. Du weißt ja, deinen Beitrag über eure Reise nehme ich sehr gerne an 😉
      Liebe Grüße an dich und deine kleine Maus

  2. Sehr mutig! Ich wünsch mir ich werde auch eines Tages so mutig sein und in die wahre Freiheit gehen. Ich wünsche dir alles alles gute. Und würde sehr gerne deine Geschichte weiter miterleben/lesen 🙂 Danke für deine Inspiration ❤

    1. Liebe Christine,
      danke für dein Feedback und deine lieben Wünsche an uns. Wenn die Zeit reif ist, wir dein Bauch es dir sagen. Freiheit ist ein so dehnbarer Begriff, dass ich mir ganz sicher bin, du findest deine ganz eigene Definition für dich.
      Liebe Grüße aus Thailand

  3. Liebe Stephi.

    Ich bin immer wieder begeistert von Deinem Mut und Euren Weg. Ich verfolge Dich schon eine Weile. Wir sind kurz vor Dir gestartet in ein ortsunabhängiges Leben . Auch bei uns wird an manchen Tagen die Luft dünn- und doch geht es immer irgendwie weiter. Klar wir sind zu dritt. Das ist nochmal was ganz anderes als bei Dir. Trotzdem- haltet an Euren Träumen fest. Ich glaube ganz fest an Euch zwei. Alles Gute viel Kraft. Diana und Family

    1. Liebe Diana,
      hab tausend Dank für deine mutmachenden Worte. Sie bedeuten mir viel und ich glaube auch fest daran, dass immer alles gut wird und es sich neue Türen öffnen, wenn sie gebraucht werden. Wer weiß, vielleicht laufen wir uns mal über den Weg.
      Liebe Grüße aus Thailand

  4. Liebe Stephie,
    ein Toller Beitrag und wunderschön geschrieben! Deine Beschreibung mit dem gefangen sein im ewigen Hamsterrad kommt mir irgendwie bekannt vor. Aus diesem Grund wollte auch ich weg aus Deutschland. Obwohl Auswandern da allein natürlich nicht hilft, bin ich froh über die Entscheidung nach Neuseeland gegangen zu sein.
    Ich finde es toll was du machst und das du dein Kind mit daran teilhaben lässt. In keiner Schule lernt man mehr als wie man es beim Reisen tut. Diese Erfahrungen kann euch keiner nehmen und vor allem nicht das Glücklich sein. Wir verschwenden viel zu viel Zeit mit Dingen die wir nicht gerne machen oder wir zu „verplichtet“ sind anstatt auf unsere Gefühle und Bedürfnisse zu achten.
    Ich bin mir sicher das die Luft von ganz allein wieder dicker wird und etwas von ganz alleine und ohne Druck auf euch zukommen wird.
    Och wünsche dir und deinem Sohn viel Erfolg und noch eine gute Reise.
    Vielen Dank für diesen Post,
    Wanda

    1. Liebe Wanda,
      vielen Dank für dein tolles Feedback. Wow, Neuseeland, das ist auch ein großer Traum von mir und ich hoffe sehr, dass unser Weg auch b is dahin reicht. Der Glaube daran, dass alles gut wird, hat uns bis hierher gebracht und er wird uns gewiss noch weiter bringen.

  5. Liebe Stephi,
    vielen Dank für diesen schönen Beitrag. Ich kann alle deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Ich lebe seit fast vier Jahren mit meiner Tochter in Nepal und hab alle Gegen-Argumente, die du aufgelistet hast auch schon in allen Varianten gehört. Im Endeffekt denke ich, dass du absolut Recht hast, du kennst dein Kind und weißt, was gut für ihn ist. Und die Vorteile des Reisens sind so unglaublich, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, da kommt ein Leben „im System“ – in meinen Augen – kaum gegen an. Ich habe auch vor ein paar Wochen mal versucht, meine Gedanken dazu in Worte zu fassen, und ich kam zu ganz ähnlichen Folgerungen 🙂
    http://www.2-unterwegs.de/warum/
    Also wenn es euch irgendwann mal nach Nepal verschlägt, könnt ihr immer gerne bei uns vorbei schauen!
    Viele Grüße, Miriam und Eva

    1. Liebe Eva,
      hab tausend Dank für deine Geschichte und deinen Beitrag und tatsächlich könnte Nepal gar nicht in so weiter Ferne liegen. Ich würde mich sehr sehr freuen, euch kennen zu lernen und eurer Geschichte zu lauschen.
      Ganz ganz liebe Grüße aus Thailand

  6. Der Beitrag hat mir sehr gut gefallen!!! Es ist gut zu wissen, was man will und was für seine liebsten gut ist

    Mit dem Geld, ….ja, mehr wie knapp
    Aber du hattest ja mehrere Projekte mit Jannik lange vor Abreise getestet, wie z.b. leben ohne Strom, ohne warm Wasser, ohne Geld, etc…..
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass du es irgendwie dort immer schaffst
    Was mich immernoch verwirrt , Weltreise ist es ja nicht wirklich oder????
    Bis jetzt China, Thailand. ……

    Für die Zukunft wünsche ich euch alles Gute
    Und bleibt gesund! !
    LG

    1. Mein liebes Schwesterherz,
      du hast auf deiner Auflistung noch Laos und Hong Kong als eigene Wirtschaftszone von China vergessen 😉 Aber na klar ist die Welt größer aber man soll immer da bleiben, wo es sich gut anfühlt. Das kann sich täglich ändern und planen mag ich schon lange nicht mehr. Wer weiß, vielleicht bekommst du ja auch mal Post aus Kuba oder Panama 😉

  7. Du machst das alles richtig weil Du Deinem Herzen folgst… Etwas, das die meisten Menschen schon lange verlernt haben. Bin auf weitere Berichte sehr gespannt! Alles Liebe für Euch ❤

  8. Dein Beitrag finde ich sehr schön und ausführlich geschrieben, musste erstenmal schmunzeln mit dem Hamster. Ich erinnerte mich an eine Zeit mit einen Hamster zurück, den ich mit Käfig auf einen Rasengrundstück legte, als ich nach dem rechten sah, war der Hamster weg. Natürlich haben wir gesucht zumal Igel und Katzen vor Ort waren . Als die Dunkelheit anbrach, kam er brav und stinkend zurück. Warum ich hier meine Geschichte erzähle ist ganz einfach zu erklären:Liebe Steffi, ich weiss, dass du alles richtig machst und wenn dir doch Fehler unterlaufen, wusstest Du es grad nicht besser. Man sieht auch wieder einmal, dass Geld nicht alles auf der Welt ist. Mit so wenig Geld auszukommen, dafür hast du meinen Respekt. Ich wünsche Dir und little Jannik nur das beste, geht euren Weg und erlebt den Traum weiter wie bisher.
    Ganz liebe grüsse aus Hamburg

  9. Es ist schön, diese Berichte von euch zu lesen 🙂 Am Ende ist es immer der Mut, der einen Dinge verändern lässt oder eben nicht. Ich wünsche euch weiterhin eine gute Reise und ebenso viele wertvolle Erfahrungen und Erlebnisse.

  10. In meinen Augen bist Du eine sehr, sehr mutige Frau! Danke für den tollen Beitrag. Er macht mir Mut, auch meinen Traum zu leben. (Ebenfalls ohne nennenswertes finanzielles Polster und ebenfalls eine unbefristete Stelle, die ich aufgeben werde…) Du bist toll! 🙂

  11. Liebe Stephi, ich bewundere deinen Mut und die Kraft, dich von deinem Bauch leiten zu lassen. Du ermöglichst deinem kleinen Spatz dadurch so viel und ich wünschte mir ich wäre schon so weit. Lebe in einer beliebten Großstadt und kann mit den Leuten, dem Konsum und vielem anderen nichts mehr anfangen. Wünsche mir Ruhe, Natur und vorallem gleichgesinnte, gute Seelen. Immer die Angst und Ausreden im Kopf…
    Für deinen weiteren Weg alles erdenklich Gute und genug Geld um deine Träume Wirklichkeit werden zu lassen.

    1. Liebe Susanne,
      die Sehnsucht nach etwas ist bereits Schritt, etwas zu ändern. Setz dich nicht unter Druck, der richtige Zeitpunkt wird für dich kommen und du wirst es spüren.
      Ganz liebe Grüße

  12. Toll. Ich bewundere deinen Mut, dein grenzenloses Vertrauen und bin mir ganz sicher, dass es nicht nur dich und dein Kind zusammen schweißen wird sondern euer beider Leben sehr bereichern wird. Die Zeit mit Kindern ist so begrenzt, so überschaubar und man sollte diese gemeinsame intensive Lebenszeit wirklich nutzen. Du bringst mit dem Reisen und dem eintauchen in andere Kulturen deinem Kind mehr bei als man aus Büchern, TV etc. lernen kann. Und du lebst ihm die wahren Werte vor. Bleibt gesund, erfreut euch der vielen Eindrücke, der intensiven Nähe und Zeit. Licht und Liebe – GINA.

  13. hi stephi,
    toller bericht! ich habe den erst heute entdeckt. du machst es richtig und ich beneide dich darum. genieße es solange.es geht und ich wünsche dir und deinem kleinen alles gute auf eurer reise!
    ich wollte auch immer weg aus D und immer kam was dazwischen. kurz nach meiner entscheidung nun doch zu gehen, kam ein arbeitsunfall und nun bin ich schwerbehindert. lebe deinen traum… für mich gibt es den nicht mehr, aber ich freue mich für jeden, der seinen traum lebt und das tut, was ihn glücklich macht! grüße mir die Philippinen wenn ihr dort ankommt, denn da wollte ich hin 🙂

    ganz liebe grüße

    jürgen

  14. Liebe Stephi,
    Ich bin durch puren Zufall-oder eben vlt. Auch nicht Zufall;)-auf deinen Blog gestossen!
    Beim Lesen deiner ersten Zeilen schlug mein Herz direkt schneller..ich liege grad neben meinem fast 2 jährigen Sohn und frage mich täglich wo will ich hin.Ich fühle mich in diesen Strukturen wenig wohl und habe das tiefe Bedürfnis die Freiheit zu spüren,das Leben bewusster,dankbarer und mit mehr Demut zu leben!
    Ein solches „Ausbrechen“ mit meinem Sohn schlummert auch ganz tief in mir drin! du bewegst mich so sehr,dass ich am liebsten es dir sofort nachmachen würde.in jedem Fall bin ich jetzt wahnsinnig gespannt dir weiter zu folgen und mit den ersten kleinen Schritten für mich zu beginnen!
    Ich wünsche euch Beiden alles alles Liebe und Gute!geniesst das Wunder dieses Lebens!und vlt. Trifft man sich ja-so aus purem Zufall;)
    Herzliche Grüsse
    Nina

  15. Dem „Hamsterrad“ entkommen? Kann man NUR DANN, wenn man über soviel Geld verfügt, dass man niemals wieder Arbeiten muss!
    Du bist jetzt absolut pleite, angewiesen auf die Gutmütigkeit und Spenden anderer Menschen, oder du musst Sozialleistungen vom Staat, von dem du nichts mehr wissen willst, einkassieren.
    Klasse gemacht …
    Oder du musst nun jede Arbeit annehmen, nur um einige Euro zu verdienen. DAS ist noch viel schlimmer, als eine normale, regelmäßige Arbeit.
    Und Versicherungen etc. benötigtst du auch so! Oder wirst du oder dein Kind nie krank? Fängt doch schon bei den Impfungen an …

    1. Hallo Joe,
      ich teile deine Meinung, wie du vermutest, nicht. Ich werde weder jeden Job annehmen, noch zurück nach Deutschland und Sozialleistungen kassieren wollen. Denn für den Fall, dass ich zurück bin, habe ich keinerlei Schwierigkeiten, sofort wieder zu arbeiten, wenn ich es denn wollen würde und das in erster Linie deshalb, weil ich in „meinem Hamsterrad“ gut war. Meine Krankenversicherung ist noch bis zum Sommer voll bezahlt. Und wenn du den Beitrag aufmerksam gelesen hast, dann wird dir sicher nicht entgangen sein, dass ich im Hintergrund meine eigenen Projekte aufbaue. Zusätzlich gibt es übrigens noch zig Möglichkeiten, Freiwilligenarbeit zu leisten, diese könnte beispielsweise auch in Schulen statt finden, wo immer Hilfe gebraucht wird und mein Sohn auch in der Lage ist, „echte Freundschaften“ aufzubauen. (Diese Wortwahl stammt aus deinem anderen Kommentar).
      Wie auch immer, pleite bin ich noch nicht und was ich mit diesem Beitrag eigentlich aussagen wollte, war dass uns der Zustand der Mittellosigkeit oft in einen kreativen Zustand versetzt, der uns voran treibt.

  16. hi stephi, also ich finde joes beitrag auch nicht gut, es schimmert mir zuviel abhängigkeit und vorurteil durch. dennoch finde ich, das dieser beitrag dennoch die richtigen fragen aufwirft. das ganze oooch tooolll gemacht… bringt dich ja nun auch nicht wirklich weiter. der joe lockt dich dagegen schon aus der unkreativen „gutfinde-ecke“ 🙂 und mir hat beim lesen deines beitrages auch der aspekt arbeit und unabhängige mittelbeschaffung gefehlt. und wenn du diesen weg mit spenden weiter gehst, fehlt mir da einfach auch der modellcharakter und das alles wäre kaum noch erwähnenswert. spenden werden vermutlich ja auch von hamstern oder ihren haltern geleistet? und ich mein, man kennt doch genug geschichten von leuten, die irgendwo arbeiten, bis sie das schlichte heimweh nach jahren an den ort ihrer geburt zurückzieht ;)) du hast deine gründe wirklich vortrefflich und lesenswert reflektiert – kompliment. aber nun kommen der wirklich interessanten teil und die knackigen fragen. die nach der möglichkeit von echter unabhängikeit, ohne dafür andere auszubeuten oder sich dabei durch einen möglichen finanziellen erfolg, ausversehen selbst zu korrumpieren und dabei auch gaaanz ausversehen das ziel aus den augen zu verlieren… ich konnte diese aufgabe bisher leider nicht lösen… ich denke deine energie und dein iq müssten ausreichen… ich wünsch dir dabei von herzen viel erfolg!
    lg! waldland

    1. Ich finde deinen Kommentar sehr gut und ja du hast recht, es geht um noch viel mehr. Der Beitrag ist nun schon einige Tage alt und ich habe einige Dinge ausprobiert und andere auch nicht und Spenden gibt es keine mehr oder zumindest keine, von denen ich lebe. Im besten Fall finanzier ich damit die Kosten für das Blog. In meinem Beitrag ging es mir in erster Linie auch erstmal darum, emotional zu klären was mich antrieb und zugegeben zu diesem Zeitpunkt hatte ich viele Ideen aber keine Pläne. Mittlerweile bin ich an einen Punkt, wo ich gezwungen war mir über unabhängige Mittelbeschaffung Gedanken zu machen und das Thema Selbstverantwortung spielt in meinem Tun eine große Rolle. Ich bin noch lange nicht an dem Punkt, wo sich alles stimmig anfühlt aber ich spüre den richtigen Weg zu gehen. In einigen Tagen führe ich also diesen Beitrag hier weiter und werde dir hoffentlich noch die eine oder andere Frage dazu beantworten.

  17. Hallo Stephi,
    ich finde das Klasse wie du das machst. Ich bin im Herzen Nomade und leide im Grunde etwas unter der Seßhaftigkeit. Aber ich finde Wege in Bewegung zu sein. Mach mich ab Oktober in München selbständig und wohne vorerst weiter in der günstigeren Wetterau in Hessen. Es gibt viele Formen des Ausstiegs und das ist vorerst meine. (In München aussteigen klingt wie ein guter Witz, ich weiß…!).
    Ich wünsche dir und Jannik alles Gute auf eurer Reise und ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, daß du es hervorragend meistern wirst, euch immer gut über Wasser zu halten. Warum nicht eine Zeit lang nach Lust und Laune leben ??? Wenn’s klappt super, wenn nicht so, dann findest du eine Lösung. Arbeit. Jeder muß sich mal finden. Jeder auf seine Art.
    Spenden: ich hab da kein Problem mit wenn Leute um Spenden bitten und ehrlich dabei sind. Wenn ich auf der Straße angebettelt werde schau ich dem Menschen immer in die Augen und wenn ich einen geraden ehrlichen Blick treffe der mich berührt, dann geb ich was. Das nimmt mir nichts und ich fühl mich nicht ausgenützt dadurch. Das ist einfach nur ein Lebensentwurf mehr. Ach so, dein Spenden-Button geht nicht… 😉
    Alles Liebe, Christoph

  18. Liebe stephi
    Toller und mutmachender beitrag☺ ich beschäftige mich schon seit längerem mit dem gedanken,fortzugehen,diesem system hier nicht mehr zu dienen.
    Ich habe einen 2 jahre alten jungen und möchte mit ihm die welt erleben. Und ihn eben auch nicht in diesem hamsterrad laufen lernen lassen.ich weis jedoch noch nicht wie ich es genau machen möchte und wohin es uns zieht.. erspartes ist ein bisschen vorhanden,jedoch auch nicht unmengen.. ich hab mir jetzt ein jahr zeit gegeben,um zu planen,überlegen und organisieren☺

    Wie seit ihr los?wie reist ihr umher?
    Und wo zieht es euch hin??

    Liebe grüsse in die ferne

    Mirjam

    1. Liebe Mirjam,
      ein Jahr zum planen und organisieren klingt doch super. Manchmal tun uns solche Deadlines sehr gut im organisieren unserer Gedanken und wer weiß, zu welcher Erkenntnis u in diesem jahr kommst. wir sind nur mit dem Rucksack unterwegs und ganz wenigen Dingen, kein Ballast, auch wenn der auf unserer Reise immer wieder auftaucht. Wir lassen uns eher treiben, treffen viele Menschen, tauschen Geschichten aus und lernen so ganz neue Ziele kennen. Grad sind wir in Malaysia in Melakka und bisher weiß ich nur dass wir in einer Woche den Ort wechseln aber wohin steht noch nicht fest. Ich plane mit meinem Sohn gemeinsam und wir überlegen worauf wir grad Lust haben. Vermutlich macht Borneo das Rennen. Ich mag es spontan und daraus ergeben sich oft interessante
      Destinationen.
      Wenn du noch Hilfe brauchst, schick mir gerne eine Email. Stephanie@freileben.net

  19. Hallo, dein Bericht spricht mir aus der Seele. Ich bin 1997 mit meinem damals fast 10 jährigen Sohn mit Rucksack losgezogen. Er war in der 3. Klasse. Also, erstmal für ein Jahr befreien lassen, unter dem Vorwand wir wollen auswandern. Die Beamtin fand das total cool. Dann alles verkauft, Wohnung an Freundin untervermietet und los. Alles wollte ich damals nicht aufgeben, daher war die Untervermietung für mich die Lösung. Wir sind aber nicht wieder dorthin zurück gekehrt .
    Erstes Ziel Ägypten, dann stop over Deutschland , dann Südostasien. Hauptsächlich Thailand und etwas Indonesien.
    In Khao Lak, damals noch das Travelergeheimnis, hatte ich dann einen Job bekommen als Guide für Schnorcheln Trips zu den Similian Islands. Mein Sohn war immer dabei und an Board hatte er großen Spaß. Er hat Englisch gelernt, einfach so. Wir hatten viele amerikanische Gäste an Board. Er war den ganzen Tag mit den Kindern der Gäste im Wasser schnorcheln und kannte sich bestens mit den Fischarten aus.
    Ich konnte so unser Budget aufbessern und zusätzlich habe ich an Board noch Werbung für andere Ausflugstrips bzw Veranstalter gemacht. Für jeden neue geworbenen Kunden bekam ich eine Provision.
    Am Ende der Saison ging es nach Bali. Geplant war die Rückkehr nach Khao Lak um eine kleine Beachbar zu eröffnen. Daraus wurde leider nichts, weil der Dorfsherrif keine Falangs am Strand wollte und uns wahrscheinlich nur gegen „Bakschisch“ geduldet hätte. Die Tauchschule dort hatte alle Formalitäten für uns gemanagt, doch es sollte nicht sein. Dann habe ich mich leider von all den negativen Kommentaren, …du schickst dein Kind nicht in die Schule..was soll aus ihm später werden. .etc. ..du hattest so einen tollen Job…deine Familie und Freunde vermissen dich. .usw. bequatschen lassen. Nach einem Jahr sind wir tatsächlich wieder nach Deutschland zurück gekehrt. Für mich die schlimmste Zeit meines Lebens. Es hat fast 2 Jahre gedauert, bis ich wieder einigermaßen angekommen war. Ich wollte eigentlich gar nicht wieder ankommen. .
    Im Frankfurter Flughafen entschied ich dann wenigstens die Stadt zu wechseln und nicht komplett zurückkehren. Also zogen wir Richtung Stuttgart.
    Ich bin jetzt 48, nochmal Mama einer total cleveren und süßen Tochter (7) . Wir waren letztes Jahr vor Schulstart in Indonesien für 2,5 Monate. Ich habe wieder „Blut geleckt “ . Ich suche nach Infos, um mit wenig Geld viel zu reisen. Denn derzeit bin ich ohne Job, jedoch versuche ich mir gerade im Wellness /Massage Bereich etwas aufzubauen. Das gemeinsame Sorgerecht, welches nur auf dem Papier steht und seitens des Vaters nicht genutzt wird, ist auch noch ein Hindernis, das ich umschiffen muss. Fakt ist: Wir würden so gerne unseren Traum vom Reisen leben! Meine Tochter schwärmt so oft von Indonesien, möchte wieder reisen, liebt es Sprachen zu lernen und fremde Kulturen zu entdecken. Ich suche auch einem Weg ihr die Bildung zu ermöglichen, die sie für ihren späteren beruflich Lebensweg benötigt.
    Vielleicht bekomme ich hier ja den ein oder anderen Tipp , der uns unserem Traum ein Stück näher bringt.
    Mein Großer ist übrigens heute IT Fachmann und lebt derzeit einen komplett anderen Lebensstil, als ich ihm vorgelebt habe. Er residiert lieber in Hotels mit mindestens 4 Sternen statt Bambus Hütte und Economy Flüge sind auch nicht so sein Ding…er mag es lieber luxuriöser. Er ist 28 und es ist ja sein Leben und seine Entscheidung. Jeder wie er mag….ich bevorzuge nach wie vor die Bambushütte

  20. Liebe Stephanie, ich bin beeindruckt von Deinem Mut und finde es super, dass Du das gemacht hast und Dir nicht von anderen hast reinreden lassen. Für Dein Kind ist es sicher ein tolles Erlebnis und ich finde nicht, dass er von DIr gesteuert wird bzw. in gewissem Maß natürlich, aber das ist doch normal. Es ist ja ein Kind und kann noch nicht alleine Entscheidungen treffen und leben. Aber auch wenn Du in Deutschland wärst, würde doch das gleiche ablaufen. Janik müsste zur Schule und dies und das. Egal wo Du bist auf dieser Welt hast Du immer Verantwortung für Dein Kind und versuchst ihm was mitzugeben für sein Leben und das, was Du ihm mitgibst ist definitiv besser als das, was er in Deutschland erleben würde, denn hier geht es nur ums Geld verdienen und immer schön dem Staat dienen, bloß nicht nachdenken. Ich möchte auch gern weg von hier. Ich verkaufe derzeit mein Haus und werde damit alle meine Schulden begleichen. Mir dann ein neues Haus kaufen, das weitaus günstiger ist, so dass ich weniger arbeiten kann, um meine Auswanderung vorzubereiten. Im Moment sieht es so aus als ob ich erst in 2 Jahren gehen kann, weil meine Tochter noch 2 Jahre Schule vor sich hat und die auch abschließen will. Vielleicht ändert sie noch ihre Meinung, aber im Moment wohl nicht. Ich wollte aber nicht ganz allein gehen, sondern noch einen Freund mitnehmen, der auch hier weg möchte. Wir haben von verlassenen Dörfern in Italien und Spanien gehört, die man teils kostenlos erhält und sich verpflichten muss in 5 Jahren zu renovieren. Pro Haus sind das 35.000 Euro an Kosten. Wenn man mehrere Häuser hat und die zu zweit renoviert oder auch zu noch mehreren (es gibt noch einige, die ich übers Internet kennengelernt habe, die auch weg möchten) dann hat man was schönes und kann noch paar Häuser vermieten an Touristen und so das Geld zum Leben verdienen. Ich wünsche Dir jedenfalls alles alles Liebe und vertraue weiterhin dem Leben, dann wird das Geld nicht ausgehen! LG, Séverine

    1. Liebe Severine,
      dein Vorhaben klingt wirklich spannend. Ich danke dir für das Teilen deiner Geschichte und ich bin mir sehr sicher, dein weg ist auch dein Ziel. Du wirst sicher dein Vorhaben erreichen weil du in dir eine Sehnsucht hast, der du folgst. Ich finde es auch sehr gut, dass du den Wunsch deiner Tochter respektierst und Geduld aufbringst.
      Ganz liebe Grüße an dich

  21. Hallo Stephanie,
    ich habe dich bei Planet Hibbel gefunden. Ich lies erst nur deinen Artikel bei Nadine und jetzt diesen Teil hier. Ich finde es wahnsinnig toll, was du machst. Mir und meinem Mann ist auch es unser größter Traum, Reisen und frei leben zu können. Wir arbeiten viel, dabei sehen wir uns manchmal tagelang gar nicht und danach auch nur schlafend und lassen Zettel liegen dem anderem, was es zum Essen gibt usw. Ich finde es grausam, daß die heutige Welt die Menschen so aussaugt, und es bleibt uns nichts, nur kämpfen fürs Geld, für neue Besorgungen, für die nächsten Kurzreisen bezahlen und betteln in der Arbeit, daß wir mal länger als zwei Wochen weg dürfen. Trotzdem würde ich es mich nie trauen, alles hier zu lassen, da ich schon immer zu einem Standort gebunden war und die Sicherheit von dem Wissen, daß ich so immer alles haben kann, was ich in meinem modernen Leben brauche. Ich plane alles zu sehr und will immer alles 1000%-ig im Voraus wissen und geregelt und gesichert haben, dieser Maximalusmus killt in mir die jemalige Möglichkeit, mal so wegzugehen, wie du es machst, weil da eine Sperre in mir ist. Aber sehnen tue ich mich trotzdem sehr danach. Liebe Grüße, Andrea von http://reistdiemaus.blogspot.de/

    1. Liebe Andrea
      vielen dank für dein Feedback. Es muss nicht immer gleich der Weg in die weite Welt sein wenn du etwas verändern willst in deinem Leben. Für mich war es der richtige weil ich vermutlich sonst nicht den Anfang gewagt hätte. Ich war in meinen Schienen so fest gefahren dass ich ausbrechen musste um neue Wege zu finden. Vielleicht hast du für dich aber auch andere Möglichkeiten. Vielleicht gibt es auch Dinge auf die du verzichten kannst und verschaffst dir so mehr Zeit für Beziehungen und Erfahrungen die unser aller Leben prägen.

  22. Bemerkenswert die Entscheidung. Wir sind auch am überlegen ein Jahr Auszeit zu nehmen – ohne Kind. Mal schauen, wie wir uns entscheiden. Auf eurer Reise wünsche ich euch ganz viel Glück!

  23. Wow! Ganz schön mutig! Hut ab! Soweit hat es bei uns nicht gereicht 🙂 Wir sind seit Jahren digitale „Halb-Nomaden“. Wir sind viel auf Reisen und leben vom Schreiben, Fotografieren und Videos produzieren. Trotzdem haben wir noch immer unsere Wohnung hier in Deutschland und werden diese auch nicht aufgeben, auch wenn uns die Kosten ständig zum Arbeiten zwingen. Andererseits ist diese Arbeit für uns keine „Arbeit“, sondern genau das, was wir gerne tun. Wir verzichten für diese Arbeit auf vieles, was wir mit mehr Geld kaufen könnten. Aber brauchen wir das? Wir sind glücklich, wie es jetzt ist. Besitz bedeutet nicht, dass man zufrieden ist.

    1. Liebe Mona,
      genau darum geht es. Das zu machen, was einen glücklich macht und woran wir Spaß haben. Ich schätze, ein Leben wie ihr es führt, kommt vielleicht in ein paar Jahren auch für mich in frage aber derzeit genieße ich es sehr, nichts zu haben und mich jeden tag neu zu finden und die Beziehung zu meinem Kind vertiefen zu können. Wir waren nie glücklicher als jetzt.

  24. Wow! Ich bin echt beeindruckt. Ich hatte schon für eine sechsmonatige Auszeit gehadert und das obwohl ich deutlich mehr Geld hatte, meine Wohnung nicht aufgegeben habe und der Job auch auf mich wartete. Ich finde es extrem mutig, was du machst. Und solange du das Geld für das Rückflugticket für euch beide hast, ist ja auch alles safe. Und dein Sohn erlebt eine unglaubliche Zeit. Er lernt, dass Mut was tolles ist und es nicht nur einen Weg gibt. Selbst wenn ihr demnächst zurück gehen würdet und ihm vielleicht ein Schuljahr fehlen würde, hat er eine Erfahrung in seinem Leben gemacht, von dem ganz viele Erwachsene Menschen immer nur träumen. Hut ab!
    Liebe Grüße
    Nicole von CicoBerlin

    1. Danke liebe Nicole,
      es ist immer wieder schön zu hören wie weltoffen viele Menschen sind und nicht nur in ihren Eastern fest gefahren sind. Jeder sollte das tun können was sich richtig anfühlt. Und auch sechs Monate Auszeit ist ein Weg, den nicht alle gehen würden.

  25. Liebe Stephi,
    ich bewundere dich zutiefst für diesen Schritt! Mir ist klar, wieso du so viel Kritik zu hören bekommst. Aber im Prinzip machst du es genau richtig so. Ihr seid glücklich und das ist die Hauptsache. Lass dich bloß nicht von eingefahrenen Denkweisen anderer Menschen beeinflussen. Genießt eure Zeit!
    Liebe Grüße
    Janet

  26. Liebe Stephi,

    Ich kann dich und deine Entscheidung nur zugute verstehen. Dein Kind wird es dir irgendwann danken, dass du dir, euch, die gemeinsame Zeit geschenkt hast.

    Unglaublich mutig deine Entscheidung. Meinen Respekt hast du. Ich bin vor vielen Jahren ausgestiegen. 2002. Damals haben mich lle für verrückt erklärt. Tun Sie immer noch. Dabei hat sich das einfach richtig angefühlt. Und auch wenn ich mittlerweile wieder zurück bin im Deutschen Hamsterrad, die Zeit 7 Jahre insgesamt, kann mir keiner nehmen.

    Und nebenbei hab ich meinen Mann kennengelernt und bin mit ihm nach Japan gegangen, im dort eine Weile zu leben. Kommt mir heute wie Schicksal vor.

    Seine Träume zu leben ist das beste Gefühl dieser Welt. Darum beneidet sich tief im Herzen wohl jeder, auch wenn jeder andere Träume hat.

    Einen ganz lieben Gruß. Pass auf dich auf.
    Daniela

    1. Liebe Daniela,
      eine wirklich tolle Geschichte, die da du anschneidest. Und ja, genau so kann es dann kommen. Wer auf seinen Bauch hört, der wird oft mit ganz viel Glück und tollen Schicksalsmomenten belohnt.
      Danke dir für dein tolles Feedback

  27. Oh was für ein toller Beitrag … .ich wünsch euch das allerbeste und beneide euch ein wenig, ich hab es nicht geschafft mit meinen Kids für richtig lange Zeit zu reisen, aber sie haben zumindest Indien sehr gut kennen gelernt, weil dort auch ein Teil ihrer Familie lebt. Ich wünschte mir, ich hätte den Mut gehabt, als sie noch kleiner waren und wäre auch einfach mal ausgestiegen um eben neues zu tun. Aber manches braucht seine Zeit zum reifen und dann wird es eben auf anderen Wegen. Ich wünsch dir bzw. Euch das allerbeste.

  28. Einfach grandios und super mutig. Ich glaube auch, man muss und kann einfach auf seinen Bauch hören. Das passt 🙂
    Wünsche dir weiterhin alles, alles liebe und freue mich auf weitere Erlebnisse

    LG Katja

  29. Gerade bin ich auf deinen Blog gestoßen, weil ich nach „Camping mit Baby“ gegoogelt habe.. da mache ich mir Gedanken darüber, ob es überhaupt möglich sein wird, mit unserem Säugling zwei Wochen auf einem Campingplatz im Zelt zu verbringen und lese dann deine Geschichte. Da komme ich mir ja fast schon etwas spießig vor 😀 Ich finde das Leben, das du dir ausgesucht hast unheimlich faszinierend und wünsche dir und deinem Sohnemann eine wunderbare Zeit.

    1. Liebe Aileen,
      Hab vielen Dank für deinen Kommentar. Jedes Abenteuer fängt mal klein an. Ich bin vor meinem Sohn nie wirklich gereist und angefangen haben wir dann auch mit einer Radtour und dem Zelt. Es war toll und so haben wir ins gesteigert. Ich bin mir sicher ihr werdet eine fantastische Zeit haben.
      Ganz liebe Gruesse

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