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Minimalismus im Alltag

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Minimalismus im Alltag

Besitz kostet Zeit und Geld

Minimalismus im Alltag? Ich werde oft nach dem Geheimnis des Minimalismus gefragt und das Rezept ist ebenso einfach wie einleuchtend. Alle Dinge, zu denen du eine Beziehung aufbaust, haben nicht nur einen materiellen Wert, sondern blockieren dich auch im frei sein. Du benötigst in erster Instanz Geld für die Anschaffung und dazu kommt dann noch der enorme Zeitaufwand und die Sorge, die du mit dem Verlust der Dinge verbindest. Ganz ehrlich, ist das nicht anstrengend? Wie wäre es denn, wenn du dir einmal überlegst, was wirklich überlebenswichtig ist.

Minimalismus fängt im Kopf an

Ist ein Fernseher oder eine Musikanlage wirklich wichtig? Oder tut es nicht vielleicht auch ein Laptop, der gleich drei Felder auf einmal bedient? Brauchst du wirklich einen Geschirrspüler, 10 Töpfe und ein 60-teiliges Tafelservice? Oder tut es nicht auch die gute alte Abwaschbürste und eine angemessene Anzahl an Tellern? Natürlich will man für alle Eventualitäten und Feiern gewappnet sein, aber dafür die Anschaffung? Nein, du könntest solche Dinge auch übers Teilen bekommen. Es gibt unzählige Beispiele, wie du dich von unnötigen Ballast befreien kannst, ohne dass es sich schlecht anfühlt, aber ich möchte dich heute nur ein wenig zum Nachdenken anregen, wie du in deinem Alltag Minimalismus einbauen kannst.

Tipps zum minimalistischen Alltag und Geld sparen

Hier ein paar erprobte Tipps, die sich garantiert bewähren und dir helfen nachhaltiger zu denken:

  • an alle Coffee to go Liebhaber, kocht euch bitte euren eigenen Kaffee. Thermobecher sind nachhaltiger und schonen deinen Geldbeutel jeden Tag um mindestens einen Euro.
  • Versuche möglichst jeden Tag auf das Auto zu verzichten, stattdessen mit dem Rad fahren, zu Fuß gehen oder eine Fahrgemeinschaft gründen. Das spart mindestens einen weiteren Euro.
  • Wenn du einkaufen gehst, vergleiche stets die Preise. Discounterpreise bieten nur die bekannten wie Aldi und Lidl, kaufe saisonal, verpackungsfrei/-arm und gegebenenfalls auf Vorrat, falls es sich anbietet um beispielsweise Mehrfachwege zu vermeiden.
  • Gehe erst einkaufen, wenn du wirklich nichts mehr hast und nie auf leeren Magen, das erspart dir etliche Euros und auch unnötiges Wegwerfen von Dingen, die du nicht schaffst.
  • Überlege dir mal, inwieweit Monomahlzeiten für dich in Frage kommen. Mein Sohn lebt es mir immer wieder vor und gibt sich oft viel lieber mit einer Mahlzeit aus Kartoffeln oder anderem Gemüse zufrieden als ein ganzes Menü. Der Körper kann Monomahlzeiten viel besser verarbeiten und du brauchst keine teuren zusätzlichen Zutaten mehr.
  • Kosmetik und Shampoos? Brauchst du das wirklich? Vielleicht kommt für dich ja auch das gute alte Stück Seife in Frage und hilft dir weiter beim Sparen und schont zugleich die Umwelt.
  • Wusstest du, dass Fluoride in Zahncremes dein Zahnschmelz eher schädigen als stärken? Warum nicht mal die Zähne mit Natron, Kokosöl oder Heilerde putzen? Das ist nicht nur gesünder und nachhaltiger, sondern auch schonender für dein Portemonnaie.
  • Am meisten kannst du sparen, wenn du es dir zur Aufgabe machst, alles selber zu machen oder drauf zu verzichten. Was spricht denn gegen ein selbst gemachtes Brot oder einen Aufstrich? Selbstgemachte Marmelade hält sich zB über Monate und schmeckt deutlich besser als der Industriekram.
  • Auch wenn dir deine selbstgemachten Dinge anfangs nicht so schmecken, solltest du am Ball bleiben. Die Industrienahrung hat halt ihre Spuren hinterlassen und deine Geschmacksnerven brauchen erst eine Weile, um sich davon zu erholen.
  • Wasser gibt es bei mir nur noch aus der Leitung und lässt sich in Flaschen abgefüllt mit einem Spritzer Zitrone, Limette oder ein paar Beeren und Minze zB hervorragend aufpeppen. Eisgekühlt ist das eine tolle Alternative zu Limo.
  • Wenn du dir eine Mahlzeit kochst, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du kochst mehr und frierst Dinge ein oder du bereitest weniger vor und entgehst so dem Phänomen, weiter zu essen, obwohl du bereits satt bist.
  • Geschenke zu Geburtstagen und anderen Anlässen sind toll, aber wie wär es, wenn du mal Erlebnisse verschenkst? Einen Ausflug, ein selbst gekochtes Essen oder ein gemeinsamer Spieleabend. Zwischenmenschliche Beziehungen werten dein Leben 1000 mal mehr auf als jeder materielle Status.
  • Teures Auto, Spielekonsole, neueste Kleidung, teure Labels? Erkennst du dich da wieder? Bist du wirklich ein schlechterer Mensch, wenn du drauf verzichtest?
  • Hast du dich eigentlich schon mal mit Wildkräutern beschäftigt? Nein? Wieso nicht mal neue Wege gehen und dich von Brennesselspinat oder einen Wildkräutersalat inspirieren lassen. Die Zutaten findest du fast überall und sie sind zudem noch kostenlos
  • Überdenke jede neue Anschaffung mindestens drei Nächte. Spontankäufe führen am Ende nicht selten zu Frust. Nutze dein Geld weise und wäge immer Sinn und Nutzen ab. vielleicht gibt es ja eine gebrauchte Version, die viel besser zu dir passt?

Minimalismus leben

Minimalismus leben, bedeutet oft nichts anderes als bescheiden zu sein, Dinge nicht für selbstverständlich hinzu nehmen, mehr zum Ursprung zurück zu finden und bewusster wahr zu nehmen, das Leben und vor allem die Ressourcen einmal zu hinterfragen. In Zeiten wie diesen sollten wir Zeichen setzen und zurück zum Ursprung kehren. Geht es uns wirklich gut in einer Wegwerfgesellschaft? Ab wann sollten wir denn nun Verantwortung für unser Handeln übernehmen? Unseren Kindern versuchen wir dies frühstmöglich zu lehren und was ist mit uns? Kann ein einzelner Mensch wirklich etwas bewirken?

Den Anfang wagen!

Ein interessanter Bericht über den Minimalismus

Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

3 Comments

  1. Hallo,
    Ich finde, dass dein Beitrag sehr zum nachdenken anregt. Nachhaltigkeit kann man leben und auch ein kleiner Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.

  2. Liebe Steffi,
    es macht immer wieder Spaß, in deinen Beiträgen zu stöbern. Dazu ein Kännchen Kaffee auf nen Sonntagmorgen, herrlich. Ich hoffe, das bleibt noch lange so und du gibst nicht irgendwann auf wie die vielen anderen Blogger, die mal eben aus dem Nichts heraus starten und genauso schnell verschwinden, wie sie aufgetaucht sind.
    Mit diesem Thema hast du wieder einmal voll ins Schwarze getroffen.
    Liebe Grüße aus dem Garten
    Tanja

    1. Liebe Tanja,
      ich höre niemals auf, solange ich solche treuen Leser wie dich habe. Wirklich schön, dass es dich gibt und du mich durch deine Kommentare immer wieder in meinen Artikeln bestätigst.
      Hab tausend Dank Steffi

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