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Meine 10 Tipps zum Fernreisen mit Kleinkindern

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Die besten 10 Tipps zum Fernreisen mit Kleinkindern

Hand aufs Herz, wer kennt es nicht, man möchte unbedingt mal wieder in die Ferne, fremde Kulturen erleben und ein anderes Klima, doch da ist dieser innere Konflikt. Denn man hat einen kleinen Nachkömmling im Schlepptau. Die Gesellschaft suggeriert uns Familienurlaub im Centerparcs oder anderen Feriendörfern, die auf Kinder abgestimmt sind. Was uns da erwartet? Jede Menge andere Kinder und viele versteckte Kosten, keine fremde Kulturen und auch kein anderes Klima. Auch ich habe mich oft gefragt, inwiefern die Auswahl meiner Reiseziele vielleicht auch purer Egoismus ist, aber ich sag euch was, Spielgefährten gibt es auf jedem Fleck der Erde, Gefahren auch. Ich hab mal eine Liste zusammengestellt, die euch inspirieren soll, worauf ich besonders achte auf Reisen mit Kind.

Fernreisen mit Kleinkindern

  1. Informationen über die Seite des auswärtigen Amtes einholen, dort stehen die schlimmsten Gefahren geschrieben. Keine Panik dabei aufkommen lassen, aber auch nicht komplett ignorieren.
  2. Eventuell dauerhaft einnehmende Medikamente einpacken, ansonsten bevorzuge ich eine kleine Sammlung homöopathischer Mittel, zwei Fieberzäpfchen, ein paar Kohletabletten und ein kleines Verbandskästchen. Alle anderen länderspezifischen Medikamente bekommt man in der Regel für 1/10 des Preises vor Ort.
  3. Für Windelkinder gilt, ein gesunden Vorrat mitnehmen, die meiste Zeit vor Ort windelfrei lassen und in den meisten Fällen gibt es auch im Ausland Windeln zu kaufen. Alternativ für den Notfall können auch noch 1-2 Stoffwindeln mit ins Gepäck. Ich persönlich habe nie mehr als 10 Windeln dabei gehabt. An Kleidung nehme ich oft nur drei Sätze mit, so kann ich immer zwei Sätze waschen solange eines noch getragen wird. Für den Notfall kann man auch mal vor Ort etwas kaufen, das erledigt dann auch gleich die Souvenirfrage 😉
  4. Impfungen? Schwieriges Thema! Impfempfehlung einholen und abwägen. Für alle Impfgegner gilt, wir sprechen hier nicht von Mumps oder Masern und ein Risiko besteht auch mit Impfung, aber ich persönlich wäge immer ab und wenn es um lebensbedrohliche Krankheiten wie Tollwut geht, würde ich immer impfen und die Chance damit erhalten, dass der Körper die Viren im schlimmsten Fall wieder erkennt.
  5. Nicht zu vergessen, einen gültigen Reisepass auch für die Kleinsten, das bionomische Foto dafür ist oft eine Herausforderung 😉 Wer alleinerziehend ist, sollte eine Genehmigung vom Vater bei sich tragen. Hatte selbst mal Schwierigkeiten in Amerika, als man mir Kindesentführung vorwarf. Mit meinem damals gebrochenen Vokabular habe ich ihnen dann erzählt, ich sei Witwe.
  6. Was kommt ins Handgepäck für einen Langstreckenflug? Gute Frage! Zu allererst starke Nerven und nicht die Illusion, man könne sein Kind 9 Stunden vor dem Entertainmentprogramm parken. Ich packe immer 6-8 kleine Pixibücher ein, Malsachen bekommt man oft im Flieger, ein paar kleine Autos oder Figuren und jede Menge Fantasie. Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen alles erfahren, selbst die Kleinsten, es liegt also an uns Erwachsenen dieses Bedürfnis zu stillen und auf einem Langstreckenflug hat man genügend Zeit dafür. Nehmt es mit Humor und Geduld und gebt eurem Kind die Freiheit, alles zu erkunden, sofern es möglich ist.
  7. Für Kinder unter zwei Jahren gilt, sie fliegen kostenlos, wenn man auf den Sitzplatz verzichtet. Für kurze Strecken ist der Platz auf dem Schoß gar nicht so schlecht, schaut nur, dass ihr einen Platz am Gang erhaltet. Für die langen Flüge über Nacht gibt es bei den meisten Fluggesellschaften sogenannte Mutter-Kind-Plätze, an denen man ein Babybettchen anhängen kann, dabei ist 10 kg die Höchstbelastung. Wichtig ist nur, dass ihr das auch kostenlos mitbucht, denn es gibt nur ein gewisses Kontingent.
  8. Kinder gehen mit dem Jetlag oft anders um als Erwachsene! Denkt gar nicht erst daran, den Mittagsschlaf oder Nachtschlaf künstlich zu verschieben, das endet oft in quakigen Kindern und genervten Eltern. Am besten ist es, die Zeit für sich spielen zu lassen. Nicht selten überbrücke ich die ersten 2-4 Nächte spielend im Hotelflur, bei Gastfamilien oder im Zelt. Aus meiner Erfahrung ist der Jetlag zurück für die Kinder einfacher, anders als bei Erwachsenen. Also kein Zwang ist die Devise und mit Autos um 2 Uhr morgens zu spielen hat doch auch mal was.
  9. Mit dem Hintergrundwissen vom hygienischen Standard Urlaub machen, also kein Wasser aus der Leitung trinken, nicht in stehenden Gewässern baden, bei Schürfwunden oder Schnitten aufpassen, aber grundsätzlich sollte man es nicht übertreiben. Ich vetrete die Meinung, dass viele unterschiedliche Bakterien unseren Kindern gut tun und dass Durchfall ein ständiger Begleiter auf Fernreisen sein kann, ohne dass er lebensbedrohlich sein muss.
  10. Habt Spaß und genießt die gemeinsame Zeit. Powersightseeing mit kleinen Kindern ist nicht wirklich umsetzbar, aber mal im Ernst, wenn wir zuhause sind, gehen wir doch auch lieber in Parks oder auf Spielplätze, als uns in eine Schlange vor dem Eifelturm anzustellen. Ich persönlich schaffe es immer zwei oder drei mir wichtige Dinge anzuschauen und das mit einem mindestens genauso begeisternden Kind dafür, natürlich auf seine eigene Art und Weise.

Du hast auch noch weitere Tipps zum Thema Fernreisen mit Kleinkindern? Immer her damit. Hinterlasse einen Kommentar und hilf mit, anderen Eltern Mut und Lust zu machen auf Fernreisen mit Kleinkindern.

 

Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

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