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Streetfood in Asien, so klappt es ohne Magenverstimmung

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Streetfood in Asien geht auch ganz ohne Magenverstimmung

Seit 2015 bereise ich nun schon mit meinem Sohn Asien. Wir essen Streetfood in Asien, täglich und das ganz ohne Magenverstimmung. Erwischt hat mich die Magenverstimmung erst einmal in den fast drei Jahren und das vor allem deshalb weil ich eine meiner wichtigsten Regeln nicht befolgt habe. Viele Menschen fragen mich, wie ich das eigentlich mit dem Essen handhabe und man hört ja sovieles über die schlechten hygienischen Bedingungen. Und ja, ich stimme dem voll zu. Die hygienischen Bedingungen sind im Vergleich zu Deutschland grauenhaft und ich behaupte, dass 90% aller Restaurants einer deutschen Gesundheitsamtprüfung nicht standhalten würden. Wie du es aber schaffst das Streetfood in Asien ganz ohne Magenverstimmung zu genießen, das habe ich einmal für dich zusammen gefasst.

Streetfood in Asien,  die wichtigsten Regeln

  • Einer der weit verbreitensten Regeln, die im Internet kursieren, ist BOIL IT, PEEL IT or LEAVE IT. Und das ist tatsächlich eine der Grundregeln. Allerdings, was ist wenn du dochmal einen Salat essen willst oder einen Apfel samt Schale verdrücken möchtest? Auch das geht wenn du einiges beachtest.
  • Bevor du dich für ein Streetfood entscheidest, prüfe genau ob der Stand viele Kunden hat. Keine Kunden bedeutet oft nix gutes. Entweder schmeckt das Essen schlecht oder die Bedingungen sind selbst für die Einheimischen nicht zufriedenstellend. Du solltest wissen, die Asiaten essen mehr auswärts als dass sie selber kochen. Also Finger weg von leeren Restaurants oder Streetfoodständen.
  • Schaue dir einmal an wo das Geschirr gewaschen wird. Nicht selten gibt es dafür einen Eimer Wasser und das Geschirr wird dann nach dem Eintauchen in die Seifenlauge auf dem Boden abgestellt. Wenn du dir ganz sicher sein willst, bestelle einfach als Take away und bring deinen eigenen Behälter dafür mit.
  • Versuche Fleisch und Fisch zu vermeiden oder esse es am besten nur Deep Fried. Es ist sehr gängig in Asien vieles deep fried zu servieren. Dadurch stellen die Menschen sicher, dass sie alle Bakterien töten. Denn eine Kühlkette wie wir sie aus Deutschland kennen, gibt es hier einfach nicht.
  • Wenn du es scharf magst, greife nicht sofort zu den beliebten Chilisaucen oder Chiliölen, die auf den Tischen tagelang in der Sonne stehen. Besser du fragst nach einer frischen Chili, reinigst diese selbst mit einem Schluck Trinkwasser und verzehrst sie häppchenweise mit deinem Essen.
  • Frisches Obst und Gemüse ist toll, jedoch solltest du wissen, dass dieses mit abgestandenen Wasser gegossen wird und auch die Reinigung lässt zu wünschen übrig. Kleine Abhilfe schaffst du mit Natron. Einfach einen Teelöffel in Wasser auflösen, deinen Apfel oder Tomaten 10 Minuten darin eintauchen und dann gründlich waschen. Den letzten Waschgang dann mit einem Schluck Mineralwasser machen und so kannst du auch den Apfel samt Schale verzehren.
  • Verzichte bei den Streetfood an Straßenständen und in den low budget Restaurants gänzlich auf Rohkost wie Salat. Das ist eine der Regeln, die mir manchmal sehr schwer fällt und so kam es, dass ich mir meine einzige Magenverstimmung durch ein frisches Salatblatt in Myanmar zuzog.
  • Bestelle deine Getränke ohne Eiswürfel denn selbst wenn das Wasser dazu sauber ist, bedeutet das am Ende nichts. Wenn du einmal gesehen hast wie diese großen Eisbrocken klein geschlagen werden, verstehst du, dass selbst reines Wasser keine Sicherheit bietet, wenn der Eisklotz am Straßenrand klein geschlagen wird.
  • Verzichte auf das Wasser in den Krügen auf den Tischen. In der Regel ist es zwar gefiltertes Wasser, allerdings steht es oft den ganzen Tag in den meist nicht gut gereinigten Behältern und bietet somit einen großen Nährboden für Bakterien.
  • Solltest du dir komplett unsicher sein, was du essen kannst, dann greife am besten zu einer Suppe. Das Wasser kocht oft stundenlang und darin lebt garantiert kein Bakterium mehr. Außerdem schmecken die Nudel- und Reissuppen vorzüglich in Asien. Hinzu sind sie oft in der vegetarischen Form unschlagbar günstig.
  • Finger weg von großen Buffets am Straßenrand am Nachmittag und Abend. Die Gerichte wurden oft am Vorabend oder in den frühen Morgenstunden hergestellt und verharren dadurch schon einige Stunden in der tropischen Hitze.
  • Wenn du dir ein Getränk aus der Dose bestellst, nutze entweder den Strohhalm (nicht umweltfreundlich:( ) oder stelle sicher, dass du den Bereich um die Mundöffnung ordentlich mit Wasser reinigst. In den großen Lagerhallen wimmelt es von Ratten und die spazieren fröhlich über jede Dose.
  • Oft findest du in den Restaurants auf den Tischen Besteckkästen. Wenn du dir da dein Besteck greifst, gehe einmal zum Wasserhahn und wasche es einmal ab. Das machen selbst die Einheimischen. In China gibt es dafür sogar extra eine kleine Schale mit heißem Wasser dazu serviert.
  • Grundsätzlich gilt, wenn dir etwas nicht sauber genug vorkommt, such dir einfach etwas anderes. Wir sind mittlerweile schon abgehärtet und trinken unsere Getränke auch an vielen Orten mit Eis beispielsweise aber falls du und dein Magen noch frisch in Asien mit Streetfood unterwegs seid, dann tust du euch beiden einen großen Gefallen damit, diesen kleinen Guide zu beherzigen. Ansonsten kann ich dir nur sagen, genieße die fremde Küche und lass dich überraschen.

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Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

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