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Was bedeutet Zuhause auf Reisen

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Zuhause auf Reisen

Aufruf zur Blogparade zum Thema Zuhause

Eigentlich dachte ich, Blogparaden sind bereits alle ausgelutscht und irgendwie wiederholen sich die Themen aber dann rief Etienne von Vietmok zur Blogparade auf und hat damit ein sehr aktuelles Thema für mich getroffen. Was bedeutet Zuhause wenn man eigentlich keines mehr hat? Seit nun fast sieben Monaten reisen Jannik und ich umher und dabei nutzen wir das Wort Zuhause wie selbstverständlich und das obwohl wir doch eigentlich gar kein Zuhause mehr haben, wenn man das Wort Zuhause als einen festen Wohnsitz, eine Wohnung oder eine feste Basis definieren würde. Was bedeutet also Zuhause auf Reisen?


Zuhause auf Reisen und was bedeutet das für uns?

Wenn Jannik und ich einen Tagesausflug machen, am Strand spazieren gehen, durch den Wald wandern oder einfach nur etwas zu Essen besorgen, sprechen wir eigentlich immer vom Heimweg. „Komm, wir gehen nach Hause“, und dabei ist es völlig gleichgültig ob wir grad in unserem Zelt nächtigen, bei Couchsurfern sind oder gar einen eigenen kleinen Bungalow bezogen haben. Zuhause auf Reisen ist für uns nämlich immer genau da, wo wir grad sind und wir nutzen das Wort Zuhause mit einer Selbstverständlichkeit weil es sich genau so anfühlt. Zuhause auf Reisen kann also alles sein und am Ende liegt es doch nur daran wie wir Zuhause definieren.

Welche Bedeutung hat unser Heimatland in Verbindung mit Zuhause?

Wenn Jannik und ich von Deutschland sprechen, nutzen wir nicht das Wort Zuhause. Wir sprechen von Deutschland, unser Heimatland. Denn wäre es ein Zuhause für uns, wäre es einfach nicht greifbar und viel zu weit weg für uns. Es würde uns traurig stimmen, weil der Weg nicht schaffbar wäre. Wie lange würde unser Heimweg wohl dauern, wenn wir nach Deutschland gehen müssten nach unserem Stradnspaziergang oder dem Einkauf? Nein, Zuhause ist es für uns nicht mehr, was nicht bedeutet, dass eine Rückkehr ausgeschlossen ist aber wir sprechen dann eben nicht von Heimweg. „Wenn wir mal zurück in Deutschland sind, dann….“, tönt es oft aus unseren Mündern.

Was bedeutet denn am Ende Zuhause auf Reisen, wenn wir an verschiedenen Orten sind?

Für mich muss ein Zuhause greifbar sein, ein Ort , an dem ich mich zurück ziehen kann, an dem mein Herz höher schlägt, ich zur Ruhe kommen kann, rasten und powern kann, ein Ort, an dem wir kuscheln, streiten und uns wieder vertragen können, ein Ort, an dem wir atmen und träumen, ein Ort, an dem wir lernen und neue Ziele fokkusieren können, ein Ort, der uns voran treibt und inspiriert und ein Ort, der uns erdet, wenn es nötig ist. Am Ende komme ich also zu dem Entschluss, dass Zuhause keinen festen Ort, keinen festen Raum oder ähnliches braucht, denn Zuhause ist das, was wir in uns tragen und mit etwas Übung können wir es überall raus lassen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diese Lektion bereits auf Reisen gelernt habe, denn es macht uns flexibel. Wenn ich Jannik nach seinem Zuhause frage, sagt er übrigens „Du Mama bist mein Zuhause“. Ich bin aber weder ein Haus noch ein Zimmer und dennoch bin ich für ihn der Raum, in dem er zur Ruhe kommen kann, in dem er sich wohl fühlt und in dem er sich geborgen fühlt und ich bin mir sicher je größer er wird, desto mehr Raum wird er davon selbst in sich aufnehmen und am Ende in der Lage sein, überall sein Glück zu finden.

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Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

4 Comments

  1. Liebe Stephi,

    vielen Dank für deine Teilnahme an meiner Blogparade. Ich habe mich sehr über deinen Artikel gefreut und fand es spannend, zu lesen, wie du und dein Sohn den Begriff „Zuhause“ mittlerweile definieren.

    Besonders schön fand ich den Satz deines Sohnes, als er meinte, du seist sein Zuhause. So süß 🙂

    Ich würde auch sagen, dass letztendlich das Gefühl des Zuhauses wichtiger ist, als der Ort, an welchem man sich aufhält.

    Ich habe gerne von dir gelesen.

    Liebe Grüße aus Hanoi,
    Etienne

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