Alltagsgeschichten

Die Angst vor dem Unbekannten

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Angst vor dem Nichts

Was uns wirklich kontrolliert

Kennst du das auch? Ein großer Traum ist zum Greifen nah und du brauchst nur noch einen Schritt drauf zu zu gehen und durch eine neue Tür einzutreten? Fast tust du den Schritt und dann fällt dir auf, wenn du dich für die eine Tür entscheidest, dann musst du den Fuß aus der anderen ziehen. Was passiert dann? Und was ist, wenn hinter der neuen Tür nichts ist, was dich glücklich macht? Was hinter alten Tür steckt, weißt du und ganz egal wie schlecht es auch wäre, es ist dir vertraut und es schafft Sicherheit aber was dich erwartet, weißt du nie.Undplötzlich stehst du da, harderst mit einer Entscheidung und beschäftigst dich mit der Angst vor dem Unbekannten.

Kennst du auch die Angst vor dem Unbekannten?

Ich kenne die Angst vor dem Unbekannten, auch wenn ich immer wieder einen Schritt auf sie zugehe. Niemals weiß ich was mich erwartet. Aber eins weiß ich, es gibt Momente für die es sich lohnt, diesen Schritt zu wagen. In weniger als zwei Wochen geht es für mich raus aus dem System von Sicherheit und doppelten Auffangnetz. Ich habe keine Ahnung, was mich erwartet, weiß nicht, wie wir leben und welche Orte wir besuchen. Auch ist es ungewiss, wo wir länger bleiben, wem wir helfen können und wer uns hilft und ja, ich habe eine große Angst vor dem Unbekannten aber was ich auch habe und darauf bin ich besonders stolz, ist ein großes Maß an Zuversicht und der Glaube daran, dass immer alles gut wird und sich immer wieder Türen öffnen, wenn ich den Fuß aus der anderen rausziehe. Ich glaube daran, dass ich immer die richtige Entscheidung treffen werde, die für mich und meinen Sohn die richtige sein wird. Wovor hast du Angst? Kennst du die Angst vor dem Unbekannten?

Wie gehe ich mit der Angst vor dem Unbekannten um?

Mir ist unwohl, Zweifel kommen auf, ein neuer Abschnitt beginnt und ich werde zunehmend nervös. Dinge verändern sich spontan und ich muss blitzschnell reagieren, immer wieder Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die eine Konsequenz nach sich ziehen, die ich noch nicht erahnen kann. Ich atme ein und atme aus, ich stelle mir vor, wo ich in drei Monaten stehe, fokussiere genau den Moment. Ich sehe mich ganz deutlich, sehe viele Kinder, sehe wie ich mit ihnen spiele, sehe das Lächeln meines Sohnes, umarme ihn, spüre dieses unsagbar große Glück, wie wir jeden Moment genießen, wie wir frei sind, keine gesellschaftlichen Zwänge, wie wir gemeinsam Hürden überwinden  und blicke weise auf genau den Tag zurück, an dem ich die Entscheidung getroffen habe, Deutschland für unbestimmte Zeit zu verlassen. Genau diese Kraft der Gedanken hilft mir mit der Angst vor dem Unbekannten umzugehen.

Und wenn ich einen Plan hätte?

Was genau definiert eigentlich einen Plan? Im Fall einer großen Reisen zum Beispiel? Ist es ein Plan mit 20.000 Euro im Gepäck und einer fest gelegten Route das Land zu verlassen? Habe ich dann keine Angst vor dem Unbekannten? Keine Angst vor unangenehmen Dingen, die immer Begleiter sind? Ist es ein Plan, ein festes Zeitlimit zu haben oder ortsgebunden irgendwo zu verweilen? Sind es wirklich Äußerlichkeiten oder Umstände, die einen guten Plan ausmachen? Was wäre, wenn ich jetzt sage, ein guter Plan kommt aus dem Herzen heraus? Wenn ich jetzt sage, mein Plan ist gemeinsame Zeit mit meinem Sohn zu haben, wenn ich sage, mein Plan ist es wieder klar sehen und denken zu können und wenn ich jetzt auch noch sage, dass wir den perfekten Ort dann finden, wenn es so weit ist, ihn zu finden und er mit kein Geld der Welt zu bezahlen ist? Sprechen wir dann nicht auch von einem Plan? Und auch wenn ich Angst vor dem Unbekannten habe, ich habe einen Plan. Dieser ist ganz formlos und ohne klare Regeln aber er ist da und tief in meinem Herzen verankert.

Was kann dir helfen mit der Angst vor dem Unbekannten umzugehen?

  • Schaue immer nach vorne.Wer sich umdreht, übersieht die Schönheiten und Gefahren
  • Lerne aus vergangenen Dingen. Was dir einmal nicht gut tat, wird es ein zweites Mal auch nicht tun
  • Betrachte dich immer wieder aus verschiedenen Perspektiven und lerne somit den Ängsten deiner Umwelt umzugehen
  • Definiere deine emotionalen Ziele und übertrage sie in Taten
  • Fokussiere das, was dich wirklich glücklich macht und tu was du liebst
  • Hab Vertrauen in das Leben,sei für andere da und lass dir helfen, wenn es nötig ist
  • Habe keine Angst vor Entscheidungen, der menschliche Kern wird durch Erfahrungen geformt
  • Lerne, dich von Kritikern zu befreien, denn diese gibt es überall und sie halten stets den Fuß im alten Türspalt
  • Höre immer auf dein Herz, denn das weiß was es will und liebt

 

Kennst auch du die Angst vor dem Unbekannten? Wie gehst du damit um? Und was sind deine Träume? Mich würde brennend deine Geschichte interessieren, als einen Kommentar oder auch privat als Email. Wenn du nette Worte hast, die mich bestärken, indem was ich tue, lasse sie hier raus und schaffe ein Pendant zu der sonst oft gehörten Kritik an mein Vorhaben.

 

Linkliste zum Thema Träume definieren und leben:

Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

9 Comments

  1. Also ich hätte so viel Schiss, dass ich das so wie du nicht machen würde. Da ziehe ich den Hut vor dir! Respekt!
    Ich bin schon total auf eure Erlebnisse gespannt.
    Lasst es euch gutgehen!

    Liebe Grüße,
    Marc

    1. Danke Marc. Ich bin auch gespannt und Angst gehört irgendwie dazu. Das Gute ist, dass ein Abbruch zwar zu einem kompletten Null-/Neustart in Deutschland führen würde aber für mich kein Scheitern bedeuten würde. Erstmal freue ich mich auf ganz viel gemeinsame Zeit mit meinem Sohn und was sich uns dann öffnet, werden wir sehen 🙂

  2. Hey meine Liebe Stephie, klar hast du Angst aber ich bin fest davon überzeugt, dass spätestens alle Zweifel verfliegen sobald du im Flieger sitzt. Es wird alles gut, du hast alles vorbereitet und so wie ich dich kenne, gibt es kaum etwas, dass dich aus der Bahn werfen wird. Und auch wenn du fast am anderen Ende der Welt bist, deine Freunde sind stets für dich da wenn der Hut mal brennt oder du traurig bist oder ähnliches. Keep cool meine Weltenbummlerin ☺️☺️☺️

  3. Jeder Schritt den man tut,ist für irgend etwas und ganz gewiss weis du was du tust ,lass deine Füsse laufen und entscheide immer mit deinen Herzen!
    Ich wünsche Dir und Deinen Sohn jetzt schon einen tollen Start in die neue Welt!
    I will miss you!!!!!!!!!!!!!!!

  4. Hallo Steffi,
    Wahnsinn. Jetzt geht´s los. Ich bin so gespannt, was ihr erleben werdet. Euer Vorhaben ist großartig. Wir sind mit unseren Kindern jetzt schon 3 Monate “planlos” unterwegs (allerdings begrenzt auf ein Jahr) und es ist befreiend. Ohne Wohnung, ohne Verpflichtungen (außer die Verantwortung für unsere beiden Mäuse). Wir genießen diese Zeit und können uns gerade nicht vorstellen, wie unser Leben in Deutschland weitergehen soll.
    Es ist sehr mutig, auf unbestimmt Zeit, allein mit deinem Sohn – ich ziehe den Hut vor dir. Und ich hoffe auf viele Beiträge 🙂

    Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit und ganz viele unbezahlbare Erfahrungen.

    Liebe Grüße von
    Anja, Mirko, Fine, Willi

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