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Hpa-An, zwischen Tempelhöhlen und Karsfelsen

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Hpa-An, ein kleines Paradies in Myanmar

Unsere Reise in Myanmar geht weiter und führt uns nach Hpa-An. Hpa-An liegt im Süden von Myanmar nahe der thailändischen Grenze und dem Grenzübergang Myawadday, wo wir die Ausreise hin planen. Wir reisen von Mawlamyaing aus mit dem Bus an. Die Fahrt dauert knapp 2 Stunden im Localbus und kostet 1000 Kyatt ( 0,70 Euro ) pro Person.

Sitzplatzgarantie gibt es nicht aber dafür teilt man den Bus nicht nur mit den Einheimischen sondern auch mit deren Hühnern. Fazit ein Spaß für alle.

Unsere Ankunft in Hpa-An

Wir erreichen Hpa-An im Regen und der Bus hält glücklicherweise nur ein paar Fußschritte von unserem Hotel entfernt. Das Galaxy Motel kostet pro Nacht knapp 20 Euro und bietet wie so viele Unterkünfte in Myanmar keinen besonderen Luxus. Die Besitzer sind aber sehr bemüht und super freundlich. Man kann hier jegliche Touren buchen. Ich entscheide mich für eine Tour auf eihene Faust mit dem Motorbike. Mit Kind sich einer organisierten Tour anzuschließen, ist nicht immer von Vorteil und so bleiben wir flexibel.

Ein Tag voller Sonnenschein in Hpa-An

Wir haben Glück, der nächste Tag erwartet uns mit Sonnenschein und schon früh morgens machen wir uns auf den Weg die wunderschöne Gegend um Hpa-An zu erkunden.

Zunächst fahren wir ein paarmal im Kreis eh mich meine schlechte Navigation auf den richtigen Weg führt. Wir machen Halt an kleineren Pagoden und Tempeln und genießen eine unbeschreibliche Ruhe.

Das hier ist ein echtes Paradies für Backpacker, die die Natur lieben. Kaum zu glauben, dass es noch nicht auf den üblichen Touristenpfaden liegt. Denn Hpa-An ist mit Abstand der schönste Platz, den wir in Myanmar besucht haben. Die Natur ist einmalig mit ihren Karsfelsen und den verstaubten Straßen, eingebettet im satten Grün.

Die Kawgun Höhle in Hpa-An

Unsere erste Station ist die Kawgun Höhle. Eine beeindruckende Tempelhöhle mit Millionen kleiner eingemeisselter Buddhafiguren in den Felswänden. Es ergeben sich unglaublich schöne Bilder und ich möchte hier gar nicht weg.

Jannik macht sich einen Spaß daraus, den kleinen Buddhareliefs in den Felswänden eine Geschichte anzudichten und lässt sich nur von ein paar herbeiflatternden Fledermäusen ablenken.

Direkt neben der Kawgun Höhle kannst du den kleinen Berg mit Stufen erklimmen und hast eine fantastische Aussicht auf die Umgebung von Hpa-An.

Um die Kawgun Höhle zu besuchen, zahlst du ein kleines Eintrittsgeld von 1000 Kyat (0,70 Euro). Damit sicherst du den Erhalt der uralten Höhle.

Die Yathayphyan Höhle in Hpa-An

Unsere zweite Station ist die Yathayphyan Höhle. Auch diese Höhle ist besonders schön und spannend, nicht nur für Erwachsene. Du gelangst über mehrere Treppen hinauf und hast einen fantastischen Ausblick über das Umland von Hpa-An.

Weiter drinnen in der Yathaypyan Höhle wird es ziemlich düster und Jannik gruselt sich ein wenig.

Ungeduldig zieht er an meinem Arm während ich noch schnell versuche ein paar Schnappschüsse der vielen Buddhastatuen zu schiessen. Als wir uns auf den Weg zurück zu unserem Motorbike machen, werden wir von einer Horde Affen überrascht. Mit höchstem Respekt beobachten wir ihr Tun aus der Ferne. Und weil es ihnen soviel Spaß macht auf unserem Motorbike rum zu turnen, nehmen sie zum Dank auch noch unseren Regenschirm mit. Was für eine freche Affenbande sagt Jannik.

Mit Kind in Hpa-An bedeutet auch Kompromisse

Mich hat das Höhlenfieber gepackt und ich könnte noch deutlich mehr davon bestaunen doch Jannik hat genug von Höhlen und wünscht sich eine Abwechslung. So fahren wir zu einem nahegelegenen Wasserfall. Doch statt den Berg hinauf zu steigen, um den Wasserfall zu bestaunen, zieht es Jannik in das kleine natürliche Schwimmbecken, um mit den Einheimischen gemeinsam ins kühle Nass zu springen. Wenn du also mit Kindern unterwegs bist, gönne ihnen diese Abwechslung und habt Spaß im Wasser.

Eine Station geht noch in Hpa-An

Nachdem Jannik sich im Wasser ein wenig ausgetobt hat,  kann ich ihn noch dazu bewegen eine letzte Station einzulegen,  um die langweiligen Buddhastatuen zu bestaunen.  Diesmal sind es gleich 1000 Statuen.  Wir besuchen den Lumbini Garten,  auch als Garten der 1000 Buddha’s bekannt.

Unfassbar schön denke ich während Jannik mich anschaut und mit seinen kindlichen Worten nur sagt “Mama,  ich glaube die hatten früher keine Spielzeuge hier.  Deswegen haben sie so viele Buddha gebaut”. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.  Aber auch hier gibt es ein Highlight für ihn.

Zwar ist die große Seilbahn noch nicht fertig gestellt aber eine kleine tut es dann auch und so drehen wir fuer 3000 Kyat eine kleine Runde.

Auf dem Heimweg halten wir noch an einem Fußballplatz,  wo nach Aussagen der Einheimischen die dritte Liga spielt.  Ich denke kurz an meine eigene Fussballlaufbahn zurück und wie sehr ich mich über einen solch schlechten Rasenplatz aufgeregt hätte.  Doch hier stört es niemand.

Mein Fazit zu Hpa-An

Hpa-An hat mich verzaubert,  Hpa-An war mit Abstand die schönste Ecke,  die wir in Myanmar besucht haben und Hpa-An hat einen festen Platz in meinem Herzen behalten. Viel zu schade,  dass wir diesen Ort schon nach zwei Tagen wieder verlassen aber unser Visum läuft aus und das Geld ist auch fast alle.  So machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Thailand,  dort,  wo es uns vertraut ist.

Hier findest du noch weitere interessante Beiträge über Hpa-An

  • Ein informativer Bericht im Geo über Hpa-An
  • Hier findest du den Reisebericht von 22places
  • Auf woderpfefferwaechst findest du ebenfalls einen tollen Bericht über Hpa-An inkl.  beeindruckender Bilder
  • Auf der Seite one year one world gibt es hier den passenden Bericht zu Hpa-An
  • Und auf Wikipedia findest du noch einmal alle Fakten

Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

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