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5 Dinge, die ich als Mutter gut mache

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Dinge, die ich als Mutter gut mache

5 Dinge, die ich als Mutter gut mache,  Aufruf zur Blogparade

Heute nehme ich an einer wirklich tollen Blogparade mit dem Thema ” 5 Dinge, die ich als Mutter gut mache ” teil. Falls du nicht weißt, was eine Blogparade ist, es handelt sich dabei quasi um einen Sammelpost verschiedener Blogger, um möglichst viele Meinungen zusammen bekommen und sich zu vernetzen. Dadurch hast auch du einen tollen Mehrwert und entdeckst vielleicht ganz neue spannende Blogs. Den Aufruf zur Blogparade hat Jil von vonherzenundbunt.de gemacht.


Mutter werden ist nicht schwer Mutter sein dagegen sehr

Oh wie ich diesen Spruch liebe -Ironie!- und doch steckt da so viel Wahrheit drin. Warum eigentlich? Tatsächlich hat sich mit der Geburt meines Sohnes mein ganzes Leben geändert. Auf einmal war ich Mutter, alleinerziehend und hatte Verantwortung für ein unschuldiges kleines Leben. Puh, das war ganz schön viel auf einmal für mich. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine ersten Tage als Mutter, gespickt mit Zweifeln, Ängsten, Traurigkeit, Freude und ganz vielen Tränen. Das hat mir keiner gesagt, dachte ich damals noch und irgendwie versuchte ich einfach mein Leben so weiter zu leben wie noch einen tag vor der Geburt meines Sohnes. Doch mein Leben war ein komplett neues. Ich schaute diesen kleinen Mann an und wusste, alles, was jetzt kommt, wird die bereicherndste Erfahrung meines Lebens. Als Mutter ist man nie perfekt aber immer mit dem Willen, alles gut zu machen.

Meine 5 Dinge die ich als Mutter gut mache

Ich liebe mein Kind

Das wohl Allerwichtigste ist eigentlich total selbstredend und doch so wichtig, dass wir es niemals vergessen. Ich liebe mein Kind. Es gibt wohl kaum eine andere Liebe, die so bedingungslos ist wie die zum eigenen Kind. Ich liebe mein Kind genauso wie es ist. Ich liebe seine wilde Art, seine Energie, die mich manchmal auch in den Wahnsinn treiben kann, liebe seine Neugierde, seine Aufgeschlossenheit und seine Art, die Dinge zu hinterfragen und zu verstehen. Ich liebe sein Plappermaul von Morgens bis Abends und seine charmante Art, seinen Willen höflich durchzusetzen. Jede Mutter sollte stolz auf die bedingungslose Liebe zu ihrem Kind sein.

Ich sehe mein Kind als einen Spiegel

Mein Kind ist da, es ist großartig und will gesehen werden. Manchmal geht es in der Hektik verloren. Das hat Auswirkungen auf unsere Beziehung und auf sein Verhalten. Eines der wichtigsten Dinge für mich ist zu erkennen warum eine Stimmung grad kippt. Was habe ich dazu  beigetragen als Erwachsene, die es besser wissen sollte. Diese Art der Selbstreflexion ist ein ewig andauernder Prozess des Lernens. Ein Prozess, an dem ich wachse. Jeden Tag. Manchmal ändern sich da Verhaltensweisen auf beiden Seiten. Die wichtigste Regel für mich ist, dass das Verhalten meines Kindes eine Reaktion auf eine Aktion meinerseits ist.

Ich erkenne seine Emotionen an

Wut, Traurigkeit und Freude liegen manchmal so dicht beieinander, dass es uns auch als Erwachsene oft schwer fällt, unsere Gefühle zuzulassen. Warum ist das so? Ich glaube fest daran, dass Sprüche wie “Indianerherz kennt kein Schmerz” oder “Jungs weinen nicht” einen großen Anteil an unser oft angespanntes Emotionsgerüst hat. Wenn mein Sohn hinfällt, dann tut es verdammt nochmal weh und das geht auch einem Indianer so. Und wenn er traurig ist, dann darf er weinen, weil es ein Prozess des Loslassens ist. Wenn er wütend ist, dann darf er sich ärgern, weil die angestaute Energie seinen Körper verlassen muss. Wozu redet man den Kindern ein, ihre Gefühle seien es nicht wert, damit Zeit zu vergeuden?

Ich reise mit meinem Kind

Reisen ist eines der wichtigsten Dinge in unserem Leben. Reisen macht uns flexibel, spontan, dankbar und glücklich. Und es bildet uns auf einer Ebene weiter, die lebendiger nicht sein könnte. Ziva M. hat hier mal ihre Gründe zusammen gefasst, die ich voll und ganz unterschreiben würde. Nicht zuletzt wegen der Liebe zu meinem Kind, sind wir vor über einem Jahr ausgestiegen aus Deutschland und erleben jeden Tag gemeinsam. Durch das Reisen bekomme ich Einblicke in mir neue Lebensmodelle und habe erkannt, dass das Leben mehr ist als das Gesellschaftsmodell in unseren Breitengraden. Wir haben nur dieses eine Leben und das soll sich auch nach Jahren noch richtig und nicht versäumt anfühlen.

Ich mache Fehler

Eines der für mich wichtigsten Dinge ist die Tatsache, dass ich Fehler mache. Eigentlich bin ich eine Perfektionistin aber seit ich ein Kind habe, mache ich Fehler, jede Menge, haufenweise und ich stehe dazu. Es ist wichtig Fehler zu machen. Was mein Kind davon hat? Es lernt, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen und nicht immer alles so klappt wie wir es uns wünschen. Es ist in Ordnung, einen zweiten oder dritten Anlauf zu wagen oder auch zu erkennen, dass eine Sache einfach zum Scheitern verurteilt ist. Ich bin dadurch zu jeder Zeit authentisch und greifbar für mein Kind. Manchmal lachen wir gemeinsam über kleine Fehler und manchmal stellt auch mein Kind die entscheidenden Fragen, die uns zur Lösung bringen.

Egal was es ist, du machst es immer dann gut wenn es sich gut anfühlt

Heutzutage gibt es Bücher über Bücher, Ratgeber, Webinare und und und……Alles soll dir bei dem Umgang mit deinem Kind helfen. Dabei verlernen wir oft auf unseren Bauch zu hören. Ich glaube, es ist nie zu spät, eine Richtung zu ändern und deshalb hinterfrage mich jeden Tag aufs Neue. Was glaubst du, sind deine 5 Dinge, die du gut machst?


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Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

4 Comments

  1. Hallo und einen schönen guten Morgen aus dem weit entfernten Deutschland.

    Bitte, verstehe den folgenden Gedanken nicht falsch, ich bin mir sicher, dass das ein heisses Eisen ist. Aber mir geht das eben durch Herz ind Kopf: Bei allem, was Du als Mutter sicher gut machst (das spürt man ja beim Lesen), wo/wie verbunden ist denn der Vater? Ich bin selbst allein erziehender Vater und fand es immer verstörend, meinem Töchterchen nicht das Recht auf beide Eltern zugestehen zu können. Und ich meine zu bemerken, unter dem Strich, dass viel zu wenig Paare, Eltern, sich diesem Grundrecht ihrer Kinder stellen. Wie gesagt, bitte nicht falsch verstehen: Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es manchmal einfach unüberwindbare Hindernisse gibt. Aber im Hinblick auf das “gute Mutter/Vater Sein” frag ich mich einfach immer wieder, ob dieser Aspekt bei vielen von uns Alleinerziehenden nicht oft allzu leichtfertig übergangen wird. Wir tun dann unser Bestes, können 5 und mehr Gründe aufzählen, warum wir das richtig gut machen, und doch entbehren unsere Kinder eines “basics”, nämlich diesem wertvollen Zusammenspiel des weiblichen mit dem männlichen Prinzips. Ganz liebe Grüsse, Hut ab vor Deinen Ideen, Danke für Deinen Blog.

    dio

    1. Hallo Dio
      danke für dein Feedback und dein Töchterchen hat sehr viel Glück einen solch tollen Vater wie dich zu haben. Ja du hast vollkommen recht ein Kind hat einen Anspruch auf beide Elternteile und du kannst mir glauben ich würde meinem Kind allzugern diesen Anspruch gewähren aber manchmal sind es oft die Hürden die uns scheitern lassen. In unserem Fall würde es keinen Unterschied machen ob wir Nachbarn wären oder am anderen ende der Welt sind die emotionale Distanz ist so riesig dass ich hoffe, sowohl Vater als auch Sohn schaffen es in einigen Jahren, das aufzuholen. Jetzt scheint einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

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