AlltagsgeschichtenStartseiteVerzicht

Was ihr schon immer über Kollagen wissen wolltet

Stephi4 comments901 views

Ein Leben ohne Cremes und Co

In diesem Artikel geht es um Cremes und ihre Auswirkungen auf unsere natürliche Hautbalance. Außer dem erkläre ich, was es überhaupt mit dem Kollagen auf sich hat. Wie immer steht das Selbstexperiment an erster Stelle. Ähnlich wie bei dem Verzicht von  Haarkosmetik, basieren meine Erfahrungen über einen längeren Zeitraum gesehen. Ich möchte zunächst einmal klären, was uns die Werbung suggeriert und was die Wahrheit ist. Wer von euch glaubt an die Wirkung von Hautcremes und Co?

Werbung vermittelt uns das Wissen, dass unsere Haut Feuchtigkeit braucht und diese kann uns natürlich nur durch eine bestimmte Creme zugeführt werden.

Was für ein Quatsch bitte

Wenn die Haut Feuchtigkeit braucht, dann sollten wir ihr doch einfach Wasser geben, denn das ist schließlich feucht. Ich möchte nur einmal kurz auf den Aufbau der Haut eingehen, wer es noch aus dem Biologieunterricht weiß, die Haut besteht aus verschiedenen Schichten, die äußerste besteht allerdings aus mehr toten Material als lebendigen und keine Creme der Welt ist in der Lage ihre Feuchtigkeit in die nächste Hautschicht zu transportieren.

Wenn wir uns diese Feuchtigkeit also nicht von außen zuführen können, dann müssen wir das wohl von innen machen?

Ganz genau, das Geheimnis lautet trinken und zwar ausschließlich Wasser, um alle Zellen mit dem Lebendstoff zu versorgen. Wer genug trinkt, hat also die Basis für ausreichende Feuchtigkeitsversorgung der Haut geschaffen.

Ich verrate euch an dieser Stelle einmal das Geheimnis von Antiagingprodukten.

Das Zauberwort heißt Kollagen

Kollagen ist eine körpereigene Eiweißsubstanz in der oberen Hautschicht, die sich in Verbindung mit Wasser verändert und aufquillt, wenn nun eine Ölschicht, das aufgequollene Kollagen einschließt, wirkt die Haut wie aufgepolstert und Falten können geglättet sein. Dieser Zustand ist aber nur von kurzer Dauer und verschwindet mit der abnehmenden Ölversiegelung.

Wenn wir also genug trinken und damit unsere Haut optimal versorgen, müssten wir uns doch nur noch um die Versiegelung kümmern, um den Schutzmantel der Haut zu erhalten?

Genau so ist es. Nun haben wir zwei Möglichkeiten dies zu tun. Die eine ist, den Schutzmantel gar nicht erst anzugreifen und die andere ist sie regelmäßig zu versiegeln. Durch Tenside, die in Seifen und Duschgels bestehen, greifen wir den natürlichen Säuremantel der Haut an und waschen mit den Bakterien auch den natürlichen Hautschutz ab. Um die Haut wieder zu versiegeln, wäre das einfachste ein paar Tropfen Öl auf die noch feuchte Haut einzumassieren, auch als Babyölbehandlung bekannt.

Ich persönlich habe in meinem Experiment damit begonnen, Seife nur noch ausschließlich für die Hände zu nutzen und das auch nur dann, wenn es wirklich nötig ist und tatsächlich sind die Hände die einzigen Körperstellen, die mit all ihren Poren nach Cremes rufen und ohne die Ölversiegelung gar nicht auskommen würden. Im Gesicht und am Körper war es zunächst sehr ungewohnt, die Haut spannte über Wochen und fühlte sich rissig an, aber dann war es quasi wie von selbst von einen Tag auf den anderen wie neu.

Wer es nicht weiß, Öl ist nicht nur ein guter Versiegeler, sondern auch ein super Schmutzbinder, geschminkte Kindergesichter sind mit eingeölten Händen in Sekunden sauber. Dieser Eigenschaft bediene ich mich oft auch vorm Waschen, um mir ein Stück des Schutzmantels zu bewahren und keine Seife anwenden zu müssen.

Alles in allem stand hier an erster Stelle wieder einmal der Verzicht und raus gekommen ist ein Stück Unabhängigkeit und Freiheit, nicht an Konsum und Kommerz gebunden zu sein. In ein Bad zu kommen, in dem es nur ein Stück Seife gibt, klingt weltfremd, ist es aber nicht, probiert es einmal aus.

 

Hier nochmal die Fakten

  • auf alle Tenside verzichten, wenn möglich.
  • nach dem Waschen bei Bedarf ein paar Tropfen Olivenöl in die noch feuchte Haut als Versiegelung einmassieren.
  • ausreichend Wasser über den Tag verteilt trinken.
  • bei juckender oder schuppernder Haut hilft auch manchmal ein Peeling aus groben Meersalz oder Zucker und Olivenöl.

Das war es schon, so simpel und kostengünstig und je mehr ihr trinkt und je weniger Seifen ihr nutzt, desto besser wird es eurer Haut gehen. Viel Spaß beim Selbstversuch. Die Grundbedürfnisse sind hier also wie schon in den anderen Versuchen das Wasser, dass Teil eines jeden Lebens ist und ohne dem es nichts geben würde.

Ein nachhaltigeres Leben kann jeder führen gleich jetzt beginnen und sich von einem guten Gefühl bereichern lassen, was auch noch den Geldbeutel schont.

Stephi
Alleinerziehend.Reisesüchtig.Freiheitsliebend.Alternativ.

4 Comments

  1. Pingback: ReThink!
  2. sehr schöner artikel habe aber eine frage :Peeling aus groben Meersalz oder Zucker und Olivenöl.wie ist da die Menge hätte es gerne mal ausprobiert da ich zur zeit seit längeren schon am Armen hautprobleme habe
    lieben gruss aus hamburg

    1. Die Menge sollte gefühlsmäßig passen. Man sollte das Peeling eh nie auf Vorrat herstellen, sondern immer nur den aktuellen Bedarf und dafür nimmst du eine kleine Schüssel mit 3-5 El Olivenöl und michst dann ungefähr 1-2 El Zucker oder Mehralz mit rein. Das Mischverhältnis sollte also ungefähr ein Drittel betragen. Mit der Mischung dann gut die Haut massieren und wenn möglich mit kühleren Wasser abspülen, anschließend mit dem Handtuch abtupfen.

Leave a Response